Ein Kilogramm Marihuana aus den USA geschickt

Rauschgiftpostpaket führt zur Festnahme von vier Personen

Ein Kilogramm Marihuana hat das Hauptzollamt Frankfurt in einem Paket aus den USA gefunden. Foto: p

Flughafen (red) – Ein Rauschgiftpostpaket aus den USA hat zur Festnahme einer 59-jährigen Frau aus Wiesbaden und drei Männern im Alter von 26 bis 34 Jahren geführt.

In dem zuvor vom Zoll am Frankfurter Flughafen kontrollierten Paket hatten die Beamten ein Kilogramm Marihuana entdeckt. Begonnen hatte der Fall am 17. Oktober, als Beamte des Hauptzollamtes Frankfurt das aus den USA stammende Paket kontrollierten, in dem laut Zollanmeldung Bekleidung im Wert von 200 US-Dollar sein sollte. Allerdings entdeckten die Zöllner keine Kleidung, sondern ein Kilogramm Marihuana und gaben den Fall deshalb an die Ermittlungsbehörde ab.

Weil die Adressatin des Paketes in Wiesbaden wohnt, übernahm die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) des Zollfahndungsamts Frankfurt und des Hessischen Landeskriminalamts diesen Fall. Bei einer fingierten Übergabe an die 59-Jährige war diese verwundert, als plötzlich die Handschellen klickten. Gegenüber den Fahndern konnte sie glaubhaft versichern, dass sie vor Kurzem einen Jamaikaner kennengelernt habe, welcher sie darum gebeten hatte, das Paket für ihn in Empfang zu nehmen. Am Nachmittag erschien der 34-jährige Jamaikaner in ihrer Wohnung, um das Paket abzuholen. Auch bei ihm klickten die Handschellen. Nun versicherte dieser, dass dieses Paket für einen anderen Jamaikaner aus Frankfurt bestimmt sei. Für den Abend wurde eine Übergabe des Paketes in seiner Mainzer Wohnung vereinbart.

Tatsächlich erschien der ebenfalls 34 Jahre alte Jamaikaner aus Frankfurt in Begleitung eines 26-jährigen Freundes am Abend in Mainz. Sie wurden von den Ermittlern bereits erwartet und vorläufig festgenommen. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung in Frankfurt in der Nacht auf den 31. Oktober wurden geringe Mengen Rauschgift und 2300 Euro Bargeld gefunden und sichergestellt.

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