Posaunenchor Goldstein sorgt für Stimmung

Von Open Air zu überdachtem Konzert

Der Posaunenchor der evangelischen Dankeskirchengemeinde spielt unter Leitung von Matin Dreher. Foto: Schneider

Goldstein (zjs) – Geplant war ein Platzkonzert Open Air im Goldsteinpark unter den Bäumen, doch daraus wurde nichts. Der Regen machte den Musikern und Zuhörern einen Strich durch die Rechnung.

Doch auch die nahegelegene Dankeskirche war wegen einer Veranstaltung nicht nutzbar, weshalb die muntere Truppe auf das Gemeindehaus ausweichen musste, wo sonst immer dienstags die Probe stattfindet.

Vom ersten Stock hatten alle eine gute Sicht auf den Hof, wo vier Alphörner lautstark den Beginn des musikalischen Nachmittags ankündigten.

Organisiert werden die Veranstaltungen von Tubaspieler Karl-Horst Kandel und Dirigent Martin Dreher, die den 1976 gegründeten Chor als feste Größe im Vereinsleben des Stadtteils Goldstein etabliert haben. Alle Mitglieder sind ehrenamtlich im Einsatz, die meisten kommen aus Goldstein und der näheren Umgebung, die weiteste Anreise erfolgt aus der Wetterau. Die Zuhörer freuen sich, denn so sind sie nah dran an den Musikern und können ihnen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Finger schauen. Mitsingen ist erwünscht und das funktioniert auch gleich beim ersten Stück: „Wer recht in Frieden wandern will“. Es folgen der „Böhmische Traum“, „Wien bleibt Wien“, die „Fuchsgraben Polka“ und bei „Rosamunde“ ist wieder aktives Mitmachen angesagt. Nach einer kurzen Pause stehen die „Streets of London“ und „Tie a yellow ribbon“ auf dem Programm.

Doch dann schallen irische Musiktöne durchs Haus und Norman Schumacher kommt mit seinem Dudelsack. Was spielerisch leicht aussieht, erfordert einen langen und intensiven Atem, den der Mann mitbringt. Das Ensemble mit seinen 20 Blechbläsern ist an diesem Tag mit Schlagzeug angetreten, zur Freude der Zuhörer. „Neu einstudiert haben wir Songs von den Beatles“, sagt Martin Dreher und so kommen „Lady Madonna“ und „Hey Jude“ zum Einsatz. Bei Klassikern wie „Raindrops keep falling“ schauen viele aus den bodenlangen Fenstern, bei der Winnetoumusik hat man automatisch Pierre Brice von Augen. Die Gäste sparen nicht an Beifall und so versteht es sich, dass es Zugaben gibt. „Ein schöner Tag“, „Down by the riverside“ und „Swing away“ gehören dazu und beschließen einen verregneten Nachmittag, an dem die Akteure und ihre Zuhörer auf ihre Kosten kamen.

Am Dienstag traten die Musiker bei einem Benefizkonzert im Heilig-Geist-Krankenhaus auf. Nun können sie sich auf das Herbstkonzert mit weiteren Musikgruppen am 20. Oktober in der evangelischen Dankeskirche vorbereiten.

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