Jugendliche der Heisenrath-Siedlung spielen nach erfolgreicher Initiative auf saniertem Bolzplatz

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Alle freuen sich über den neuen Bolzplatz. F.: Sportkreis Frankfurt/p

Goldstein (red) – Die Kinder und Jugendlichen der Goldsteiner Siedlung „Im Heisenrath“ spielen ab sofort auf einem umfangreich modernisierten Bolzplatz. Die Neugestaltung ist das Ergebnis eines Sanierungskonzepts, das diese in Eigenarbeit entworfen haben.

Ausgangspunkt war ein Wettbewerb, der die Sanierung eines Bolzplatzes zum Ziel hatte. Ausgerufen hatten ihn der Verein „Business for Sports“ und der Sportkreis Frankfurt für die Teams seiner „Bolzplatzliga“.

Die Umsetzung wurde möglich durch die Förderung und Unterstützung des FC Heisenrath, der Wohnheim GmbH, des Planungsbüros Proprojekt, des Sportamts, des Ortsbeirats sowie des Fördervereins Gofus. Wie die Sanierung mit dem Sportkreis-Projekt zusammenpasst, beschreibt Vorsitzender Roland Frischkorn: „In der Frankfurter Bolzplatzliga machen Kinder und Jugendliche stadtweit Bekanntschaften mit anderen Teams. Unser Gallusbüro unterstützt sie aber genauso dabei, sich für ihre Interessen stark zu machen und ihr Umfeld mitzugestalten.“ Der „Traumbolzer“, wie die Jugendlichen ihr Projekt nannten, sei ein Beispiel dafür, dass dies auch gelinge.

Den Anstoß für das Sanierungsprojekt der Bolzplatzliga hatte der Förderer Business for Sports gegeben. In einem Videowettbewerb konnten sich Teams der Liga für den Heimat-Bolzplatz um Fördermittel bewerben. Die Gruppe Jugendlicher aus der Heinsenrath-Siedlung überzeugte. Der Verein um Gründer Philip Holzer fördert das Projekt seit 2014. Überzeugt ist Holzer von der Kombination aus Sportart und Konzept: „Fußball ist einer der wichtigsten Klebstoffe, der unsere auseinanderdriftende Gesellschaft zusammenhält. Gerade wegen seiner Reichweite ist er ideal geeignet, um Werte wie Fairness, Toleranz und Gewaltfreiheit zu vermitteln. Die Bolzplatzliga setzt insbesondere auf die Fähigkeit der Kids, sich eigenständig zu organisieren, um gemeinsam ihre Ziele zu erreichen. Eine wichtige Lektion für ihren weiteren Lebensweg.“

Für das Sanierungskonzept haben sich die Jugendlichen von Proprojekt beraten lassen. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, Sportstätten zu planen, zu konzipieren und engagiert sich ehrenamtlich als Partner des Sportkreises Frankfurt in der Bolzplatzliga. „Wir waren begeistert von der Motivation der Kids. In gemeinsamen Workshops haben wir ihnen gezeigt, wie sie an Infos kommen, wie sie an den Eigentümer herantreten können und wie sie ihre Vorstellungen am besten darstellen und präsentieren“, berichtet Projektmanager Jonas Sonnleitner.

Eine Schlüsselrolle im Projekt hatte die Wohnheim GmbH, auf deren Grundstück sich die Siedlung „Im Heisenrath“ und der Bolzplatz befinden. Klaus Oehm, kaufmännischer Prokurist des Wohnungsunternehmens, das einen Großteil der Finanzierung getragen hat, zeigt sich angetan: „Wir hatten bereits geplant, Teile der Anlage zu sanieren. Dass sich diejenigen so umfangreich eingebracht haben, die den Platz täglich nutzen, hat dazu beigetragen, ihn so zu gestalten, wie er tatsächlich gebraucht wird. Zudem stärkt eine solche Initiative die Identifikation mit dem Viertel, das ist positiv“, sagt Oehm. Neu auf dem Bolzplatz sind der Gummibelag, ein Zaun, der den Platz vom angrenzenden Spielplatz trennt, die Tore und Sitzgelegenheiten.

Um die Finanzierung zu stemmen, hat die Projektgruppe für ihren „Traumbolzer“ eigenständig Mittel beschafft.

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