Kultureller Reigen im Hofgut Goldstein

Musiker-Trio spielt auf

Magdalena Faust (von links), Karen Tanaka und Ludwig Faust freuen sich über den großen Applaus zum Abschluss des Konzertes. Foto: Lutter

Goldstein (zlu) – Kommunikation ist alles. Vor allem, wenn sie klassische Musikinstrumente miteinander verschmelzen lässt. Das gelang den drei Musikern, die am Samstagabend in den historischen Räumen des alten Hofguts Goldstein, im Tränkweg 32, konzertierten.

Zu hören waren die Klarinettistin Magdalena Faust und die Pianistin Karen Tanaka, die bereits im Januar zu Gast war, sowie der Geiger und Bratscher Ludwig Faust.

Die jungen Nachwuchskünstler wurden bereits auf vielen Bühnen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und wirken alle drei an renommierten Arbeitsstellen, wie dem Hessischen Rundfunk, dem Opernorchester und dem Konservatorium in Frankfurt und spielen daneben auf internationalen Bühnen im In- und Ausland. Unterstützt wurden sie aufgrund ihrer Begabungen auch durch Stipendien, unter anderem der „Studienstiftung des deutschen Volkes“ und der „Ad infinitum Fundation”.

Das Trio trat an diesem Abend in verschiedenen Besetzungen auf. Es brachte Werke der Romantik und Moderne von Carl Maria von Weber, Robert Schumann, Maurice Ravel, Wolfgang Amadeus Mozart und Bela Bartok zu Gehör. Mit viel Charisma leiteten sie jedes der Werke ein, indem sie zuvor kleine Anekdoten zu den Komponisten und jeweiligen Entstehungsgeschichten erzählten.

Allegro und Allegretto dominierten den Abend, denn die Stücke waren fast durchgehend „mit guter Lust” geschrieben, sagten die Klarinettistin. Das hieß früher so viel wie „in fröhlicher Verfassung“.

Die Musiker spielten mit viel Emotion, kommunizierten intensiv mit den Augen und leidenschaftlichem Körpereinsatz. In den Pausen zwischen den Sätzen hätte man ein Programmblatt auf den Boden flattern hören können, so gespannt und entrückt lauschten die Besucher den Klängen. In der Pause gab es an der kleinen, liebevoll improvisierten Bar Sekt, Wein und Brezeln.

Zum Ende hin wurde es dann doch noch mal schwermütig bis bedrohlich: In seinem letzten Satz thematisiert Bartok die Ausmaße des Krieges, was die Zuhörer jedoch nicht an einem nicht abklingen wollenden Applaus hinderte.

Ludwig Faust leitete die Zugabe mit „Als kleine Wiedergutmachung geben wir Ihnen jetzt noch etwas Fröhliches mit auf den Weg” ein, was alle Gäste zum Lachen brachte und den Abend in genauso „guter Lust” ausklingen ließ, wie er begann.

Das Kammerkonzert war die zwölfte Veranstaltung der Reihe „Kultureller Reigen”, die verschiedene Darbietungen zu Musik, Literatur und Kabarett vorstellt und mehrmals jährlich in Kooperation mit der Initiative „Schwanheim/ Goldstein bewegt sich” stattfindet.

Die nächste und letzte Veranstaltung dieses Jahres aus der Reihe ist ein Liederabend am 23. November. Informationen zu allen Veranstaltungen im Begegnungs-und Servicezentrum gibt es unter www.frankfurter-verband.de oder direkt bei Carmen Simon, der Leiterin des Zentrums, unter Z 069 6667793.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare