Musik über Liebe und Glaube

Kleine Geschichten erzählt von Lapis Aurum

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Katja Barleben (von links), Monika Ohly-Nehren, Harald Luckert und Werner Nehren tragen den Besuchern im Hofgut Goldstein als Lapis Aurum Lieder vor.

Goldstein (zlu) – Liebe, Freude und Glaube, das sind Themen, die seit jeher die Menschheit beschäftigen und vor keinem Alter halt machen.

Lapis Aurum erzählen mit jedem ihrer vorgetragenen Lieder kleine Geschichten aus dem Leben: Am vergangenen Samstag erfreuten die Mitglieder damit Jung und Alt. Das im Herbst 2016 gegründete Ensemble ist ein klassisches A-Capella-Quartett aus Frankfurt und hat seinen Ursprung in der gemeinsamen musikalischen Vergangenheit seiner Mitglieder in der evangelischen Kantorei Unterliederbach. Das Repertoire des Quartetts reicht vom frühen Mittelalter bis zur klassischen Moderne, mit Schwerpunkt auf Madrigale und Motetten, sowohl weltliche als auch geistliche Werke der Renaissance und der Romantik.

Das Begegnungs-und Servicezentrum des Frankfurter Verbandes, im Tränkweg 32, bot damit nicht nur äußerlich die entsprechende Kulisse. Die Räumlichkeiten des denkmalgeschützten Hofguts aus dem 13. Jahrhundert sind in geschmackvollem Landhausstil gehalten, den Konzertsaal schmückten viele kunstvoll arrangierte Sträuße aus Tulpen, Weidenästchen und Efeu. Filigrane Lichterketten säumten nicht nur Tische wie Wände, sondern auch das Geländer des Treppenhauses und wiesen den Besuchern zu späterer Stunde einen sicheren Weg nach draußen. Kleine Gläschen standen für Spenden für die kostenlose Veranstaltung und die ehrenamtlich auftretenden Musiker bereit. Für die Besucher des Konzerts gab es Sekt, Kaltgetränke und Brezeln.

Für noch mehr sakrale Klänge sorgte dann auch das Glockengeläut der nahegelegenen evangelischen Kirche, das punktgenau zu Beginn der zweiten Konzert-Hälfte einstimmte und so zur allgemeinen Belustigung aller Anwesenden beitrug. Das Ensemble nahm es gelassen und bot das betroffene Lied kurzerhand noch einmal als Zugabe dar. Carmen Simon, die die Örtlichkeit hingebungsvoll „mein Zentrum” nennt, überreichte jedem der Künstler zum Abschied eine Rose. Auch bedankte sie sich herzlich bei den Gästen, die beseelt von den klaren und harmonischen Gesängen den Abend besiegelten und einige davon in das angrenzende Seniorenheim zurückkehrten, das einst auf dem Gelände der ehemaligen Stallungen des Hofguts entstanden ist.

Auch Goldstein leistet hier vortreffliche Quartiersarbeit und bietet seinen Anwohnern in dem historischen Gebäude einen Ort für Kultur und vielfältige Möglichkeiten zur Begegnung: „Wir freuen uns über jede Unterstützung und Menschen, die dazu beitragen wollen, unser liebenswertes Quartier noch lebenswerter zu machen”, sagte Carmen Friedrich, die überaus engagierte und gute Seele der Einrichtung.

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