Sommerfest mit Rennen bei der Frankfurter Gruppe des Deutschen Teckelklubs

Kein Modehund, anspruchsvoller Freund!

Ambitioniert: Beim Dackelrennen der DTK-Gruppe Frankfurt der Mix-Rasse in Schwanheim hatten die flauschigen Vierbeiner eine Menge Spaß. Foto: Faure

Schwanheim (jf) – Robin und Lavie rennen um die Wette. Sie sind in der Gruppe Mix angetreten und sind zwei Dackel von insgesamt 28 angemeldeten rennenden Vierbeinern.

Die Dackelrennen auf der 50 Meter langen zweibahnigen Strecke gehören zum Sommerfest der Gruppe Frankfurt des Deutschen Teckelklubs. „Es ist der zweitälteste Hundezuchtverein in Deutschland. Er wurde 1888 gegründet, die Frankfurter Gruppe gibt es seit 1907“, erklärt Frank Wegener, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit des DTK Frankfurt. Auf dem Gelände an der Stöppelschneise gleich neben einem weiteren Hundezuchtverein fühlen sich die Dackel wohl.

Das Sommerfest in Schwanheim ist gut besucht, die Rennen finden für die Rassen Mix-, Standard-, Normal- und Zwergdackel statt. „Den Hunden machen die Rennen genauso viel Spaß wie ihren Frauchen und Herrchen“, sagt Wegener. Die Sieger erhalten Pokale und Urkunden – für die Vierbeiner gibt es Würstchen.

Etwa 120 Mitglieder mit ungefähr 60 Hunden hat die Frankfurter Gruppe. Seit mehr als zehn Jahren finden die Sommerfeste mit den legendären Rennen statt.

„Es ist für alle ein geselliger Nachmittag, Frauchen und Herrchen und auch die Hunde freuen sich über ein Wiedersehen. Alles geht friedlich ab, sicher bellen die Hunde, aber großen Stress bereiten sie nicht“, erläutert Wegener. „Junge Leute haben keine Dackel. Der Dackel ist kein Modehund und wird das hoffentlich auch nie. Er braucht viel Zeit, kann nicht sechs Stunden unter dem Schreibtisch liegen“, bemerkt der Fachmann.

Auf dem Gelände gibt es einen bei den Hunden beliebten Parcours. Mittwochs und samstags öffnet der Verein ab 15 Uhr seine Tore, auf dem eingezäunten Areal haben die Hunde freien Auslauf.

Früher waren vor allem Jäger und Dackel ein Symbol, seit zehn bis 15 Jahren ist dieses Bild verschwunden. „Im Verein haben wir keine Jäger mehr“, weiß Wegener.

Seit dem Mittelalter ist der Dackel bekannt, es ist also eine alte Rasse. Heute gibt es insgesamt neun Teckelrassen, die sich aus drei Haararten entwickelten.

„Der Dackel ist ein geselliger Hund, er braucht Zeit, will beschäftigt werden. Wir bieten im Verein nicht nur viel Platz für die Vierbeiner, sondern auch Begleithundeprüfungen in drei Stufen an“, ergänzt der Experte. Und wird von seinen beiden Hunden mit den unwiderstehlichen Dackelaugen angesehen – nun ist es aber Zeit, sich um sie zu kümmern.

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