Zoll verhindert Steuerschaden

60.000 Marlboro-Zigaretten geschmuggelt

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Im Gepäck von Reisenden hat der Zoll 60.000 geschmuggelte Zigaretten gefunden.

Flughafen (red) – Zollbedienstete haben vier Gepäckstücke aus Brüssel kontrolliert, die durch den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren transportiert wurden.

Eine Anmeldung beim Zoll hatten die Reisenden nicht vorgenommen – und so stellten die Beamten in jedem der vier Koffer 75, insgesamt 300 Stangen mit 60.000 Zigaretten der Marke „Marlboro“ fest. Weder die Stangen noch die Schachteln waren mit einer Steuerbanderole versehen.

Persönliche Gegenstände hatten die beiden Reisenden kaum dabei. Die Koffer wurden in Guinea aufgegeben und waren bis nach Frankfurt durchgecheckt. „Die persönliche Steuerfreimenge an Zigaretten beträgt pro Person 200 Stück. Diese haben beide bei Weitem überschritten. Gegen die mutmaßlich gewerblichen Schmuggler wurde ein Steuerstrafverfahren eingeleitet, und die Zigaretten als Beweismittel sichergestellt“, sagte Isabell Gillmann, Sprecherin beim Zoll Frankfurt. Der verhinderte Steuerschaden beträgt 15.118,80 Euro.

Besonders im Reiseverkehr müssen häufig Zolldelikte wie Nicht- oder Falschanmeldung durch Reisende in Steuerstraf- und Bußgeldverfahren geahndet werden. 2018 wurden beim Zollamt 1225 Steuerstrafverfahren gegen Reisende eingeleitet und ein Steuerschaden von 1,2 Millionen Euro verhindert. 3880 Steuerstrafverfahren wurden erledigt. 13.843 Fälle von Zuwiderhandlungen konnten mit der Festsetzung eines Zuschlages geahndet werden.

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