Fördermittel an Fraport übergeben

360.000 Euro für Arbeitsplätze behinderter Beschäftigter

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Bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids (von links): Franzisco Sanchez (Fraport), LWV-Landesdirektorin Susanne Selbert, Salvatore Cavallo (Fraport) und Michael Müller, Arbeitsdirektor der Fraport AG.

Flughafen (red) – Durch eine Zusammenarbeit der Fraport AG mit dem LWV Hessen Integrationsamt werden 22 Arbeitsplätze für schwerbehinderte Mitarbeiter finanziell unterstützt.

Denn die Leistungseinschränkung der Beschäftigten mit einem Grad der Behinderung von 50 Prozent oder mehr wird für vier Jahre mit einer monatlichen Förderung von 340 Euro (je Beschäftigtem) ausgeglichen. Einen entsprechenden Bescheid mit der Gesamtsumme von rund 360. 000 Euro hat LWV-Landesdirektorin Susanne Selbert an Michael Müller, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der Fraport, übergeben. „Das Engagement der Fraport ist wirklich außergewöhnlich“, betonte Selbert.

„Durch die Gründung einer eigenen Service-Abteilung bleiben viele der schwerbehinderten Kollegen im Job. Denn sie finden hier Bedingungen, die auf ihre persönliche Leistungsfähigkeit zugeschnitten werden können.“ Serviceleistungen wie Shuttledienste, die Reparatur von Wannen für die Gepäckabfertigung, das Vorsortieren von recyclefähigen Materialien aus dem Passagier- und Cateringservice, einen Hol- und Bringservice sowie die Prüfung von Elektrogeräten nimmt die Abteilung Bodenverkehrsdienste-Betriebsdienste (BVD-BD) der Fraport AG wahr. Statt diese Serviceleistungen nach außen zu geben, hat der Flughafenbetreiber eine Abteilung gegründet, in der Mitarbeiter eine Anstellung finden, die aufgrund ihrer Schwerbehinderung nicht mehr in der Flugzeugabfertigung eingesetzt werden. Die Fördermittel kommen 22 Beschäftigten im Bereich des Shuttleservices und der Wannenreparatur zugute. Weitere Bereiche sollen folgen. „Die Förderung ist ein toller Beweis dafür, dass unser Anliegen, Menschen mit Behinderung einen passenden Arbeitsplatz zu bieten, wichtig und richtig ist. Wir freuen uns daher sehr, dass die gute und langjährige Zusammenarbeit mit dem LWV Hessen durch dieses Projekt weiter vorangetrieben wird“, sagt Michael Müller, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der Fraport.

Die Fraport AG erfüllt bereits jetzt eine Beschäftigungsquote schwerbehinderter Mitarbeiter von rund zwölf Prozent. Damit übertrifft das Unternehmen die gesetzlich vorgeschriebene Quote von fünf Prozent. Die Förderung der Arbeitsplätze der schwerbehinderten Beschäftigten wurde zunächst für vier Jahre bewilligt und kann verlängert werden. Dadurch können die Mitarbeiter mehr Pausen machen und ihre Einsatzzeit verringern. Ein Shuttlefahrer leistet so beispielsweise vier statt fünf Fahrten täglich. Im Zuge dessen werden zusätzliche Beschäftigte eingestellt.

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