„Flughafen hat an Klasse verloren“

Fluglärm-Initiativen und Verdi demonstrieren im Terminal 1

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Bei der Montagsdemo am Flughafen hielt OB Feldmann eine Rede.

Flughafen (red) – „Ich bin davon überzeugt, dass der Flughafen nur erfolgreich sein kann, wenn die negativen Auswirkungen für die Anwohner so gering wie möglich gehalten und er von den Beschäftigten als guter Arbeitgeber wahrgenommen wird.

Solange dieser Zustand nicht erreicht ist, müssen wir für Verbesserungen kämpfen. Die Forderungen von Bürgerinitiativen und Verdi eint Vieles, deshalb war es mir wichtig, beide Seiten zusammenzubringen“, sagte Peter Feldmann, der vergangene Woche an der Montagsdemonstration teilnahm. Unter dem Motto „Gute Arbeit – Gute Nachbarschaft“ demonstrierten Fluglärm-Bürgerinitiativen und die Gewerkschaft Verdi am Flughafen. Die Belastung durch Lärm und Schadstoffe durch den Flughafen sei in der Region gegenwärtig zu hoch, betonte Feldmann, der sich weiterhin für ein Nachtflugverbot von 22 bis sechs Uhr einsetzt. Gleichzeitig klagen immer mehr Beschäftigte über ihre Arbeitsbedingungen am Flughafen. Die Initiative für die gemeinsame Aktion ging von Oberbürgermeister Feldmann aus. Der Oberbürgermeister ist von Beginn seiner ersten Amtszeit an eng mit den Fluglärm-Bürgerinitiativen im Austausch und hat in seinem Dezernat die „Stabsstelle Fluglärmschutz“ eingerichtet. Auch informierte er sich in Betriebsversammlungen und Gesprächen mit Betriebsräten über die teils problematischen Arbeitsbedingungen am Flughafen.

Besonders das Thema Billig-Airline bringt Fluglärm-Bürgerinitiativen und Verdi zusammen: Durch Ryanair wurde das Nachtflugverbot mehrfach verletzt, was die Anwohner enorm belastet. Gleichzeitig macht die Billigairline Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen. Dies gilt sowohl für das fliegende Personal als auch für die Beschäftigten am Boden am Flughafen. Lange wurde den Beschäftigten ein Tarifvertrag verweigert.

„Der Flughafen glänzt nur noch durch Masse und hat an Klasse und Qualität insbesondere für die Bürger des Rhein-Main-Gebietes, für eine Vielzahl seiner Mitarbeiter und auch für Kunden verloren. Der von ihm ausgehende Luftverkehr ist einer der größten Umweltsünder in Sachen Schadstoff-Ausstoß und Lärm. Die Reduzierung von Lärm und Schadstoffen geht nur über eine Reduzierung der Flugbewegungen. Wir kämpfen für die Wiederherstellung eines lebenswerten Rhein-Main-Gebietes für alle seine Bürger sowie für eine faire Bezahlung und Tarifverträge der Mitarbeiter am Flughafen“, sagte Wolfgang Heubner vom Organisations-Team der Montagsdemos des BBI und Sprecherkreis der BIS-Bürgerinitiative Sachsenhausen.

„Gute Bezahlung für gute Arbeit, das ist leider an vielen Arbeitsplätzen am Flughafen nicht die Regel. Verdi kämpft gegen Niedriglöhne, gegen Lohndumping und für gute Arbeitsplätze an vielen unterschiedlichen Stellen am Flughafen. Wachstum ohne gute Arbeitsplätze lehnen wir ab. Ebenso wichtig ist für Verdi der Schutz der Anwohner im weitesten Sinne vor Fluglärm und in der Nacht,“ sagte Rosi Haus, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Frankfurt und Region.

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