Engagement ist wichtig

150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schwanheim groß gefeiert

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Der dreijährige Carl probiert schon einmal, wie es sich so in einem Feuerwehrfahrzeug sitzt.

Schwanheim (jf) – Es sind ein paar Minuten von der Straßenbahn-Endhaltestelle Schwanheim bis zum Festgelände am Sportplatz in der Schwanheimer Bahnstraße, aber der Weg führt am Rande des Stadtwaldes entlang und ist einfach zu bewältigen.

Entsprechend viele Besucher hatte das 150-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Schwanheim. Sie ist eine von insgesamt 28 Stadtteilfeuerwehren in Frankfurt. „Eigentlich feiern wir jedes Jahr am Vatertag unser Sommerfest am Feuerwehrhaus in der Straße Zur Frankenfurt. Aber 150 Jahre wollten wir mit einem Festwochenende begehen“, verriet Wehrführer Alexander Völker. Mit Vorführungen, einem Konzert, einer Fahrzeugschau und Gästen von der Polizei und anderen Feuerwehren waren es tatsächlich drei Tage „Feuerwehr zum Anfassen“. Dabei fanden die Fahrzeuge großes Interesse.

Davon hat die Schwanheimer Feuerwehr drei Löschfahrzeuge, eines davon, Baujahr 1990, mutet beinahe wie ein Oldtimer an. „Aber das Fahrzeug ist noch voll einsatzfähig“, bestätigte Völker.

25 Freiwillige Feuerwehrleute gehören zur Feuerwehr Schwanheim, vier davon sind Frauen. Außerdem gibt es eine rund 30 Mitglieder starke Jugendfeuerwehr, bei der jeder ab zehn Jahren mitmachen kann. „Wir sind leistungsstark und müssen dafür sorgen, dass es so bleibt“, erklärte der Wehrführer, der selbst als Zehnjähriger zur Feuerwehr kam. Natürlich freut sich die Wehr über Verstärkung, das Fest kann auch dabei helfen und darüber informieren, womit sich die freiwillig Engagierten beschäftigen.

Vor zehn Jahren wurde das neue Feuerwehrhaus in Betrieb genommen, ein Meilenstein für die Schwanheimer Wehr. Zusätzlich übernimmt die Schwanheimer Feuerwehr die Einsatzbeleuchtung – beispielsweise bei Unfällen. „Wir hatten in den letzten Jahren häufig Einsätze bei Starkregen. Oder Anrufe, wenn ein Rauchmelder auslöste. Diese Rauchmelder sind schon lebenswichtig und verhindern oft größere Brände“, sagt Völker.

Einer seiner größten Einsätze war am 3. September 2017 zur Entschärfung der fast zwei Tonnen schweren Fliegerbombe in Frankfurt. „Wir waren in die Vorbereitungen und die Absicherung dieser größten Evakuierung in der Nachkriegszeit mit eingebunden. Da war wirklich viel zu tun“, erinnert sich Völker.

„Wir freuen uns, wenn unsere Arbeit anerkannt wird. Wenn sich darüber hinaus Freiwillige engagieren, ist das noch besser“, sagte er abschließend, „denn wir wollen auch das 200-jährige Jubiläum unserer Feuerwehr feiern – mindestens.“

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