Initiative überzeugt Jury

„Soziale Kontakte Ginnheim“ gewinnt Senfkornpreis

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Stolze Gewinner: Einige der Engagierten im Projekt „Soziale Kontakte Ginnheim“ und Caritasdirektorin Gaby Hagmans (Zweite von rechts).

Ginnheim (red) – Die Nachbarschaftsinitiative „Soziale Kontakte Ginnheim“ hat in diesem Jahr den Senfkornpreis gewonnen. Seit 25 Jahren sorgt die ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe im Stadtteil für Begegnungen und soziale Kontakte.

Zweitplatziert ist die zahnärztliche Sprechstunde für Wohnungslose der Elisabeth-Straßenambulanz (ESA), ein Angebot der Caritas. Der Preis für beispielhaftes soziales Engagement wird seit 1986 durch die Arbeitsgemeinschaft Caritas der Gemeinde (Arge) und den Caritasverband verliehen und ist mit 1000 Euro dotiert. Arge-Sprecherin Ingrid Iwanowsky und Caritasdirektorin Gaby Hagmans überreichten die Auszeichnung beim Ehrenamtsfest in der Caritas-Zentrale.

„Es ist schön, zu sehen, wie das Projekt ,Soziale Kontakte Ginnheim’ ein solch deutliches Zeichen für eine lebendige und solidarische Nachbarschaft setzt“, sagte Hagmans. „Mit ihrem Einsatz verdeutlichen sie und alle Gruppen, die sich jedes Jahr um den Senfkornpreis bewerben, dass freiwilliges soziales Engagement einen hohen Stellenwert in Frankfurt hat.“ Sie bedankte sich stellvertretend bei allen Anwesenden und Bewerbern für den außerordentlichen Einsatz aller freiwillig Engagierten im Caritasverband, in den Kirchengemeinden und in den Stadtteilinitiativen.

„Hand in Hand für Nächste“, so lautet das Motto der Nachbarschaftsinitiative „Soziale Kontakte Ginnheim“. Wo werden im Stadtteil hilfreiche Hände gebraucht? Dort, wo Nachbarschaft nicht mehr im gängigen Sinne funktioniert, häufig wechselt, anonym bleibt? Da, wo Kontakte fehlen? Aus diesen Überlegungen heraus entstand vor 25 Jahren das Projekt der „Sozialen Kontakte Ginnheim“, welches auf einer engen Zusammenarbeit der katholischen Pfarrei Sankt Franziskus und der evangelischen Bethlehemgemeinde im Stadtteil basiert. Heute engagieren sich mehr als 100 ehrenamtlich Mitarbeitende auf vielfältige Weise für soziale Kontakte in Ginnheim. Sie teilen ihre Zeit für ein sozialeres Miteinander im Stadtteil: Bei Besuchs-, Einkaufs- oder Fahrdiensten, als Begleitung zum Arzt oder beim Ausfüllen von Formularen.

In 25 Jahren sind mit dem Projekt auch die Strukturen gewachsen, sodass die Einrichtung einer vermittelnden Kontaktstelle und die Möglichkeit zu einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch und Fortbildungen für die Mitarbeitenden umgesetzt werden konnten. Die Nachbarschaftsinitiative erfährt großen Zuspruch. Es gibt einen wöchentlichen Mittagstisch, einen Fahrdienst, der Gemeindemitglieder zum Gottesdienst bringt. Zu den Angeboten zählt auch das Projekt „Männer für Männer“. In dem speziell für Männer initiierten Angebot werden Ginnheimer darin unterstützt, im Alltag zurechtzukommen oder neue Kontakte zu knüpfen. Das Preisgeld von 1000 Euro soll für die Projektarbeit eingesetzt werden.

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