Modulare Holz-Bauweise

Riedberg-Schulen werden erweitert

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Die IGS bekommt einen neuen Anbau, der im Mai fertig sein soll.

Riedberg (zmo) – Es hat die Stadt Frankfurt offenbar überrascht, dass sich dieser neue Stadtteil im Nordwesten der Stadt so schnell entwickelt hat. Der enorme Zuzug von Bewohnern brachte damit auch die Schulen an ihre Grenzen.

Die Stadt hat daher die Kapazitäten deutlich erhöht, dazu wird eine weitere Grundschule an einem Übergangsort errichtet. „Der wachsende Bedarf stellt uns vor große Herausforderungen“, erklärt Baudezernent Jan Schneider. „Wir müssen an mehreren Stellen Plätze für zusätzliche Schüler schaffen. Das Amt für Bau und Immobilien geht unter diesen schwierigen Bedingungen an die Grenzen der Machbarkeit.“ In erster Linie soll die Marie-Curie-Schule mit einer dritten Grundschule entlastet werden. So soll bis Ostern neben dem Bestandsgebäude an der Graf-von-Stauffenberg-Allee eine „temporäre“ Erweiterung in Holz-Raumzellenbauweise mit vier Klassenzimmern entstehen. Die großen Vorteile dieser Bauweise sind vielfältig: Die Fertigstellung geht bedeutend schneller, sieht sogar schöner, natürlicher aus und das gesamte Gebäude kann bei Bedarf in kürzester Zeit demontiert und an einer anderen Stelle wiederaufgebaut werden. Die Nutzungsdauer ist jetzt aber erst einmal auf fünf Jahre ausgelegt.

„Mit dieser Möglichkeit sind wir bei künftigen Auslagerungen oder Erweiterungen deutlich flexibler geworden“, sagte Jan Schneider bei der Baubesichtigung. Um einen Klassenraum fertigzustellen, benötigen die Monteure drei dieser Module, in denen schon bei der Anlieferung alle notwendigen technischen Details vorhanden sind, und die wie bei einem Legospiel einfach nur zusammengesetzt werden. Die von Jan Schneider angeführte Entourage aus Stadtverordneten, Ortsbeiräten, Architekten, Elternbeiräten und interessierten Bürgern, war dann auch beeindruckt, nicht nur von den schicken Holzmodulen, in denen mal Kinder unterrichtet werden, sondern auch von den detaillierten Erklärungen der Baufirmen und den Verantwortlichen des Frankfurter Dezernats Bau und Immobilien.

Einige 100 Meter entfernt hatte die Gruppe dann auch noch die Gelegenheit, den zweiten Gebäudeteil in Holzmodulbauweise der integrierten Gesamtschule (IGS) zu besichtigen. Im Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, im Juli kann der Unterricht dann beginnen. Probleme bereitet derzeit allerdings ein recht kleiner Schulhof, der den Kindern nicht sehr viel Platz lässt. Dieses Problem ist der Stadt bekannt, aber offenbar ist eine Erweiterung in die angrenzenden Streuobstwiesen nicht möglich. Hier meldet nicht nur der Naturschutz seine Bedenken an.

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