Wohnungen ersetzen Obstwiesen

Projekt „Melagärten“: Heimstätte baut kräftig dazu

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Von links: Peter Feldmann, Constantin Westphal, Geschäftsführer Nassauische Heimstätte, Uli Nissen (SPD) Bundestagsabgeordnete, Ulrich Baier (Die Grünen), stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher und Aufsichtsratsmitglied der Nassauischen Heimstätte.

Preungesheim (zmo) – Noch in den 90er Jahren bestand der Frankfurter Bogen im Stadtteil Preungesheim aus kleinteiligem Streubesitz mit über 1000 Flurstücken von 300 Eigentümern.

Er bestand hauptsächlich aus wilden Freizeitgärten, vielen Obst- vorwiegend Apfelbäumen und einer Menge Wildwuchs, dazu über 100 Gartenhütten und Schuppen. Nachdem die Stadt eine Einigung mit Grundstücksbesitzern und Pächtern erreichte, wurde es endgültig Bauland. Es begann mit Reihenhäusern und sukzessive kamen die Wohnungen hinzu. Es entstand ein anspruchsvoller, attraktiver Stadtteil, der auch heute noch ständig wächst.

So ging es dann in der vergangenen Woche auch weiter. Für 76 Mietwohnungen im Passivhausstandard, mit eigenen Mietergärten, legte die Nassauische Heimstätte in der Boskoopstraße mit den „Melagärten“ den nächsten Grundstein für „klimafreundlichen Wohnraum zu erschwinglichen Preisen“, so der Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte, Constantin Westphal, der weiteren Wohnungsbau ankündigte. „Hier finden künftige Mieter alles, was sie brauchen: Günstige Mieten, einen Wohnungsmix für Senioren, Singles und Familien, eine hervorragende Infrastruktur sowie Naherholungsmöglichkeiten im Frankfurter Grüngürtel und an der Nidda“, so stellte Constantin Westphal noch einmal die Bedeutung der Melagärten in den Vordergrund.

In Anlehnung an den früheren Bestand an Apfelbäumen, hatte man den Einfall, den Apfel ins italienische zu übersetzen (Mela). Damit sind aus dem Neubaugebiet nun die Melagärten geworden. Viele Straßennamen in dem Viertel erinnern zusätzlich auch an die zahlreichen Apfelsorten, die dort einstmals wuchsen.

Auf dem über 8000 Quadratmeter große Baugrundstück entstehen 24 Zwei-, 39 Drei- und 13 Vier-Zimmerwohnungen in leicht mediterranem Stil mit einer Gesamtfläche von 6400 Quadratmetern. Die Wohnungen sind zwischen 55 und 122 Quadratmeter groß und frei finanziert. Die Mieten liegen bei elf bis zwölf Euro pro Quadratmeter. 2020 soll alles bezugsfertig sein. Ein Wochenmarkt am Gravensteiner Platz, mehrere Kitas, Seniorenstift, Supermarkt und Sportplatz, eine Schule, Einkaufsmöglichkeiten, ein Jugendclub und vieles mehr, geben dem Viertel ein lebendiges Ambiente. Auch Peter Feldmann, der es sich nicht nehmen ließ an der Grundsteinlegung teilzunehmen, betonte „wie notwendig die Bereitstellung von Wohnraum ist. Gerade der Mittelstand ist enorm wichtig für unsere Stadt. Wir müssen den Menschen und ihren Kindern die Chance bieten, hier leben zu können“.

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