Pilotprojekt für Energiekonzept

Neubau für Berkersheimer Schule fertiggestellt

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Beim Neubau der Berkersheimer Grundschule: Peter Knörr, Architekt v-architekten (von links), Schulleiterin Kathrin Krettek, ABI-Amtsleiter Michael Simon, Stadtrat Jan Schneider, Jasmin Daus, Inge Peusquens (ABI) und Ortsvorsteher Robert Lange.

Berkersheim (red) – Der Neubau für die Berkersheimer Schule ist fertiggestellt und wird im Sommer bezogen. In dem Gebäude an der Gemarkungsgrenze zwischen Berkersheim und Frankfurter Berg werden vom kommenden Schuljahr an etwa 300 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Rund 20 Millionen Euro hat die Stadt Frankfurt am Main in die dreizügige Grundschule mit Sporthalle investiert. Wegen steigender Schülerzahlen reicht der Platz am bisherigen Schulstandort im Ortskern von Berkersheim nicht mehr aus. Eine Erweiterung ist dort nicht möglich. „Mit dem Neubau stellen wir sicher, dass die Schülerinnen und Schüler aus Berkersheim auch künftig kurze Schulwege haben“, sagte Baudezernent Jan Schneider bei einer Besichtigung des zweigeschossigen Gebäudes am sogenannten „Schwarzen Platz“. „Sie bekommen moderne Räume in einem attraktiven architektonischen Umfeld.“

Insbesondere seien in dem Neubau die Anforderungen des Inklusionskonzeptes berücksichtigt worden. Herzstück der Schule ist die Pausenhalle, die auch für Schulveranstaltungen mit mehr als 200 Personen genutzt werden kann.

Eine großzügige Treppenanlage mit Sitzstufen verbindet die beiden Geschosse und kann als Sitzlandschaft vielfältig bespielt werden. Die einzelnen Cluster der Schule gruppieren sich um kleine Höfe, die die angrenzenden Flure mit Tageslicht versorgen, aber auch als Klassenraum im Freien dienen. Durch die flügelartige Auffächerung des Grundschulneubaus entstehen drei Außenflächen, die unterschiedliche Aktivitäten im Freien ermöglichen. Unter anderem gibt es einen Schulgarten und eine naturnahe Spielfläche. Wie bei Frankfurter Schulen üblich, wurden in dem Neubau besonders wärmedämmende Passivhaus-Elemente verwendet.

Neu ist hingegen das Lüftungskonzept: Erstmals an einer Frankfurter Schule wurden als Pilotprojekt zu Vergleichszwecken zwei verschiedene Lüftungssysteme eingebaut: Der Südflügel wird mechanisch be- und entlüftet. Der westliche Takt wird dagegen über ein System von Öffnungsflügeln und flurseitigen Schächten natürlich belüftet. „Wir sind laufend dabei, unsere Schulbauten ökologisch und ökonomisch zu optimieren“, sagte Schneider. „Von dem Vergleich der beiden Lüftungssysteme versprechen wir uns Erkenntnisse darüber, welche Methode sich unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit und Benutzerfreundlichkeit am besten bewährt.“

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