Neue Attraktion

49. öffentlicher Bücherschrank eröffnet

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Großes Interesse fand der neue Bücherschrank auf dem Alten Kirchplatz: Sebastian Menges (von links), Michaela Kraft, Ortsvorsteher Frank Immel, Arjan Fink und Eva Hoffkamp bei der Einweihung.

Harheim (ms) – Schon kurz nach seiner Aufstellung am Donnerstag erregte der neue öffentliche Bücherschrank auf dem Alten Kirchplatz das Interesse zahlreicher Bürger.

So fanden sich dann zur feierlichen Eröffnung am Samstag rund 50 Harheimer dort ein – und fast alle hatten ein Buch für den Schrank mitgebracht. Ortsvorsteher Frank Immel (CDU), der selbst den Roman „Die Wilsheimer“ nach der gleichnamigen Fernsehserie mitgebracht hatte, begrüßte die Bürger, Vertreter des Ortsbeirates und besonders Michaela Kraft, die Vorsteherin des Amtes für Straßenbau und Erschließung, das für die Aufstellung der Schränke zuständig ist.

„Es ist schön, dass der Bücherschrank möglich gemacht wurde und so schnell aufgestellt werden konnte,“ sagte Kraft. Dann begrüßte er die beiden Paten, die Apothekerin Eva Hoffkamp, die wegen der Lage ihres Geschäfts ständig ein wachsames Auge auf den Schrank werfen kann, und Arjan Vink.

Der Ortsvorsteher betonte, dass es von Anfang an ein gemeinschaftlicher Antrag des gesamten Ortsbeirats 14 gewesen sei. Da der sehr kleine Ortsbeirat nur ein sehr beschränktes Budget habe, sei man auf Spender angewiesen.

Kraft ging auch auf die Geschichte der öffentlichen Bücherschränke ein. 2009 sei der erste auf dem Merianplatz eröffnet worden. Der Harheimer sei nun der 49 in Frankfurt. Pro Jahr werden rund sieben neue Schränke aufgestellt. Es gebe auch zwei besondere Schränke, einen für englische Literatur und einen im Botanischen Garten. Leider gebe es auch immer wieder Diebe, die die Schränke ausräumten und die Beute auf Flohmärkten verkauften, sowie Vandalismus.

Sebastian Menges (SPD) erzählte dann über die Geschichte des Harheimer Schrankes: Schon im April 2011 wurde der Wunsch laut und die SPD-Fraktion stellte den ersten Antrag. Im Oktober 2017 sei dann ein weiterer Antrag gestellt worden. Ab diesem Zeitpunkt galt es, Spenden dafür zu sammeln.

Dazu schloss sich der Ortsbeirat mit dem Vereinsring zusammen, um die 6842 Euro aufzubringen. Inzwischen sei fast der gesamte Betrag für den Schrank zusammengekommen. Weitere Spenden werden jedoch gern entgegengenommen. Jeder, der rund 100 Euro gespendet hat, wird namentlich auf einer Tafel am Bücherschrank erwähnt.

Die Schränke, in die jeder ein Buch rund um die Uhr einstellen oder entnehmen darf, sind so teuer, weil er ein markantes Stadtmöbel, optisch ansprechend, robust, weitgehend wetterfest und wartungsfrei sein soll. Für die Pflege werden stets Paten gesucht.

Gleich nach der Eröffnung wurden viele Bücher hinein gelegt. Das unterste Fach ist stets für Kinderbücher reserviert, doch meist finden sich dort nur wenige, was die Initiatoren bedauern. Wer also Kinderbücher übrig hat: Die Paten des Bücherschranks freuen sich darüber.

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