Energiereferat fördert Wohneigentümergemeinschaft

Gewinner des ersten Sanierungswettbewerbs erhält 25.000 Euro

+
Energieberater Oliver Zapf, Hannah de Graauw-Rusch, WEG, Wiebke Fiebig vom Energiereferat und Ralf Volkmar von der Hausverwaltung freuen sich über ihre Förderung.

Das Energiereferat fördert das Sanierungsprojekt einer Wohneigentümergemeinschaft (WEG) aus Niederursel mit 25. 000 Euro.

Niederursel – Die WEG aus der Erbsengasse hatte 2019 an dem ersten Sanierungswettbewerb der Stadt Frankfurt teilgenommen und plant eine Komplettsanierung der Heizungsanlage sowie einen Energieträgerwechsel. Dabei erfolgt die Umstellung von Heizöl auf Erdgas. Damit sind erste Schritte in die Wege geleitet, um auch später erneuerbare Energien in das Heizsystem zu integrieren.

Mit diesem Wechsel wird die WEG künftig elf Prozent weniger Energie verbrauchen und damit 27 Prozent CO2 einsparen. Für die geplante Sanierung liegt ein Eigentümerbeschluss und ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) des Energieberaters Oliver Zapf vor, in dem die ersten Schritte für die Sanierung beschrieben sind. Erste Schritte wie Ausschreibungen wurden bereits in die Wege geleitet.

Niederursel: Energiereferat erstellt Analyse des Gebäudes der WEG

So hat das Energiereferat innerhalb des Projektes Sanierungs-WEG-weiser bereits eine WEG-Energieanalyse des Gebäudes der WEG erstellt und dabei einen Heizungstausch, eine Flachdachsanierung und die Behebung von Wärmebrücken empfohlen. „Den Energieverbrauch im Gebäudebestand zu senken, ist einer der wichtigsten Bausteine, um die Klimaschutzziele zu erreichen“, sagt Wiebke Fiebig, Leiterin des Energiereferats der Stadt: „In Frankfurt gibt es 14.000 Gebäude von Wohneigentümergemeinschaften mit rund 100.000 Wohneinheiten. Rund 70 Prozent davon müssten dringend energetisch saniert werden.“ Sie überreichte Ralf Volkmar von der Hausverwaltung Linhard Verwaltung GmbH der Wohneigentümergemeinschaft und Hannah de Graauw-Rusch, Mitglied des Verwaltungsbeirats, einen symbolischen Scheck über die Fördersumme.

Das Energiereferat wird die Sanierung eng begleiten und plant außerdem, den Sanierungswettbewerb in diesem Jahr erneut auszuführen. Die Klimaschutzziele für Frankfurt sind ehrgeizig: Mit dem „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ haben die Stadtverordneten entschieden, dass sich Frankfurt bis zum Jahr 2050 vollständig, also zu 100 Prozent, mit erneuerbaren Energien versorgen möchte. Gleichzeitig sollen die CO2-Emissionen um 95 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 reduziert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss Frankfurt 50 Prozent der aktuell benötigten Energie einsparen. Die verbleibenden 50 Prozent Energiebedarf werden zur Hälfte von der Stadt selbst und zur Hälfte aus der Region gedeckt.

(red)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare