Tarek Al-Wazir überreicht Förderbescheide an Studentenwerk

Neues Wohnheim an der Uni

Gute Laune bei der Baustellenbesichtigung (von links): Yanki Pürsün, FDP und Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, Staatsminister Tarek Al-Wazir, Professor Manfred Schubert-Zsilavecs, Verwaltungsratsvorsitzender des Studentenwerks Frankfurt am Main und Vizepräsident der Goethe-Universität. Foto: Mohr

Ginnheim (zmo) – „Dass Frankfurt mittlerweile ein äußerst attraktiver Standort für viele Studenten geworden ist, erkennt man allein am enormen Bedarf an Wohnraum.

Für mich als Wirtschaftsminister ist es natürlich eine ganz besondere Freude, Förderbescheide für den Neubau von Studentenwohnungen zu übergeben“, sagt Tarek Al-Wazir. „Zu meiner Studienzeit war es auch äußerst schwierig in Frankfurt eine Wohnung zu bekommen. Von den Möglichkeiten, die es heute gibt, konnten wir damals nur träumen“, sagte der Hessische Landesminister bei der Übergabe der Förderbescheide in einer Höhe von insgesamt 6,9 Millionen Euro.

In Ginnheim, nahe dem Institut für Sportwissenschaften der Goethe-Universität, stehen ab dem Frühjahr 297 Einzelappartements in zwei Gebäuden für Studierende zur Verfügung. Die 20-Quadratmeter-Wohnungen sind möbliert: Dazu gehört auch eine Küchenzeile, ein Duschbad, Lan-Anschluss, Radio und Satelliten-Fernsehen. Waschmaschinen- und Fitnessräume stehen für alle Bewohner zur Verfügung. Es handelt sich um Passivhäuser mit Fotovoltaikanlagen. Die Gesamtkosten sind mit 23 Millionen Euro ausgewiesen. Monatlich 350 Euro warm müssen die zukünftigen Mieter dafür aufbringen.

„In den vergangenen Jahren haben wir mehr als 1000 Wohnheimplätze entweder neu gebaut oder angemietet“, sagt Professor Manfred Schubert-Zsilavecs, Vizepräsident der Goethe-Uni und Verwaltungsratsvorsitzender des Studentenwerks. „Um zumindest jedem zehnten Studierenden einen Platz in einem öffentlichen Wohnheim zur Verfügung zu stellen, müssen wir bei derzeit rund 60.000 Studenten, die wir in Frankfurt haben, noch eine Menge mehr tun. Der Neubau hier am sportwissenschaftlichen Campus ist ein positiver Schritt, den wir begrüßen und für den wir uns bei allen Beteiligten bedanken. Wir weisen aber auch darauf hin, dass der Handlungsbedarf für weitere Baukostenzuschüsse nicht beendet ist“, sagte der Vizepräsident. Die Antwort von Al-Wazir kam prompt: „Wenn es weitere Möglichkeiten gibt, Wohnheime für Studenten bauen zu können, soll es an Zuschüssen nicht scheitern“. Derzeit verfügt das Studentenwerk allein für die Hochschulstadt Frankfurt über 2730 Wohnplätze bei rund 60.000 Studierenden. Hinzu kommen 1823 öffentlich geförderte Plätze, unter anderem von Kirchen und gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften, sodass derzeit 4553 Wohnplätze für Studierende in Frankfurt verfügbar sind. Das ergibt insgesamt eine Versorgungsquote von 7,3 Prozent.

Tarek Al-Wazir sprach zum Abschluss noch einmal die besondere Knappheit von Wohnraum im Allgemeinen an: „In den kommenden Jahren ist die soziale Wohnraumförderung eine unserer größten Aufgaben. Unser Ziel ist es, dass jede und jeder in Hessen eine Wohnung zu einem angemessenen Preis finden kann. Bis 2024 werden für den sozialen Wohnungsbau noch einmal 2,2 Milliarden Euro aufgewendet. Nie gab es in Hessen mehr Geld für gefördertes Wohnen“, schließt er.

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