Neues Zuhause

Nassauische Heimstätte übernimmt Patenschaft für Honigbienen

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Sven Groth, Imker Andreas Glienke, Imker Johannes Moschof und Gregor Steiger stellen den Bienenstock am Schaumainkai auf.

Nieder-Eschbach/Sachsenhausen (red) – Unter dem Motto „Respektvoll handeln. Ressourcen schonen“ hat die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt vor einigen Jahren eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt.

Ziel ist es, die Biodiversität zu erhalten und zu fördern. Mit einem neuen Projekt wird diese Strategie einmal mehr mit Leben gefüllt. „Als die Imkerei Walkmühle uns vorgeschlagen hat, die Patenschaft für mehrere Bienenvölker zu übernehmen und ihnen Freiflächen als Lebensraum zur Verfügung zu stellen, haben wir sofort Ja gesagt“, sagt Sven Groth, Leiter des Kompetenzcenters Unternehmensentwicklung. Die Unternehmensgruppe sieht sich in der Pflicht, beim Bau und Betrieb von Gebäuden und Grünanlagen den Natur- und Artenschutz zu berücksichtigen. „Mit dem Bienen-Projekt leisten wir einen aktiven Beitrag dazu“, ergänzt der stellvertretende Nachhaltigkeitsvorsitzende Gregor Steiger.

Immer mehr Bienen suchen ihr Glück in den Städten. Parks, Friedhöfe, Brachen, blühende Balkonblumen und begrünte Dachterrassen bieten jede Menge Nektar und wenig Insektengifte. Die Frankfurter Imkerei Walkmühle will den Bienen helfen, in der Stadt heimisch zu werden. Deshalb sucht sie Unternehmen, die Patenschaften übernehmen, Bienenstöcke aufstellen und so den Insektenvölkern ein neues Zuhause bieten. Betreuung und Pflege übernehmen die Imker. Als Gegenleistung für die Pacht, die sie für die „gemieteten“ Bienenvölker bezahlen, bekommen die Paten die jährliche Honigernte ins Haus geliefert.

Die Unternehmensgruppe hat sich für zwei Standorte entschieden: Drei Bienenvölker haben den Garten hinter dem Geschäftsgebäude am Schaumainkai bezogen, die anderen drei wurden in der Kleingartenanlage untergebracht, die zur „Heimatsiedlung“ im Stadtteil Sachsenhausen gehört. An beiden Plätzen finden die Tiere reichlich Nahrung, Ruhe und Schutz. Die neuen Nachbarn haben sich schon bestens eingelebt. In Hochzeiten, rechnet Steiger vor, könne ein Bienenvolk auf bis zu 50.000 Exemplare anwachsen. Auch für die Honigproduktion gibt es erste Hochrechnungen. „Konservativ geschätzt erhalten wir von den sechs Bienenvölkern rund 180 Kilogramm Honig im Jahr, das entspricht 720 Gläsern à 250 Gramm“, kalkuliert Groth.

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