Deutsche Herzstiftung geht wieder mit Workshops in die Schulen

Hüpfen fürs heile Herz

Rope Skipping in der Johann-Hinrich-Wichern-Schule: Persis kann das richtig gut. F.: Faure

Eschersheim (jf) – 24 Dritt- und Viertklässler aus der Johann-Hinrich-Wichern-Schule sitzen in der großen Turnhalle im Kreis. Aiko Peter von der Deutschen Herzstiftung begrüßt die Kinder zum Workshop „Rope Skipping“.

Dahinter verbirgt sich im Grunde genommen das gute alte Seilspringen. Doch wer macht das heute noch? Genau darum geht es: Um mehr Bewegung. Und natürlich soll das Ganze auch Spaß machen.

Damit nichts passiert, geht es mit Aufwärmübungen wie Brückenfangen los. Die Kinder rennen in der Halle herum, bauen mit ihrem Körper Brücken, kriechen darunter hindurch, lockern die Muskeln. Später wird gehüpft – zunächst ohne Seil, die Arme werden geschwungen, der Körper wird gedehnt. „Wer kann denn Seilspringen?“, fragt Aiko Peter. Bei etwa einem Drittel der Kinder gehen die Hände nach oben. „Gut, dann starten wir!“, sagt die Übungsleiterin und teilt zunächst die etwas längeren Partnerseile aus.

Sportlehrer Ivan Konrad und drei weitere Lehrerinnen unterstützen den Workshop. Während die Kinder, die nicht zum ersten Mal über ein Seil springen, viel Spaß haben, sind jene, die sich verheddern, enttäuscht. Es sieht doch so einfach aus! Warum klappt es dann nicht? Peter tröstet: „Habt Geduld und gebt nicht nach ein paar Sekunden auf!“ Auch Konrad motiviert: „Das sieht doch gut aus!“

Peter geht zu den einzelnen Paaren, gibt Tipps, spornt an.

Später legt sie Übungsblätter auf den Boden, darauf sind zehn Sprungvarianten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden abgebildet. Es beginnt mit dem bekannten Seilspringen mit geschlossenen Füßen und geht bis hin zu fast akrobatischen Figuren – das macht das Rope Skipping aus.

Das Projekt „Skipping Hearts“ der Deutschen Herzstiftung startete 2006. Bundesweit wurden bisher in mehr als 17.000 Workshops mehr als eine Million Kinder erreicht. Während einigen Mädchen und Jungen das Springen mit dem leuchtend grünen Seil sichtlich Spaß macht, fehlen anderen Kindern nach 40 Minuten Ausdauer und Konzentration. Dabei soll es doch noch eine Vorstellung für Eltern, Großeltern, Erst- und Zweitklässler geben. Aiko Peter hat Mühe, die große Gruppe zusammenzuhalten. Aber schließlich sind die Übenden beeindruckt, dass ihnen Gäste zusehen. Und wollen sich nicht blamieren. „Das Herz ist der größte Muskel des Körpers. Auch diesem tut Bewegung gut. Jede Art von Sport ist gesund. Die Anstrengung lässt das Herz schneller schlagen. Wenn wir unsere Muskeln oft benutzen, stärken wir sie“, erklärt die Workshopleiterin zu Beginn der Vorführung für alle.

„Skipping Hearts“ ist eine tolle Sache: Wer Spaß an dieser Sportart gefunden hat, kann es bis zum Champion oder gar Weltmeister bringen. Einige Mädchen fragen nach diesem Workshop schon einmal, wo man denn welche Figuren am besten üben kann.

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