Am Campus Riedberg

Helmholtz-Schüler im Dialog mit der Wissenschaft

Dominiek Lootens (von links), sieben Schülerinnen der Helmholtz Schule und ihre Lehrerin Johanna Rehner mit Anne Rave. Foto: Mohr

Dass an der Veranstaltung „Menschen, Tiere und Städte“ im Centre for Dialogue am Campus Riedberg (CfD) gerade Schüler des Helmholtz Gymnasiums im Ostend teilnahmen, hätte dem Naturwissenschaftler und Namensgeber dieser Schule sicherlich viel Freude gemacht.

Riedberg/Ostend –  Sieben Schülerinnen des Gymnasiums haben mit Wissenschaftlern in Workshops darüber diskutiert, wie das Verhältnis zwischen Menschen und Natur – etwa in einer Stadt wie Frankfurt – zukünftig aussehen könnte. .

Das CfD, ein katholisches Institut des Bistums Limburg, setzt sich seit seiner Gründung 2016 dafür ein, naturwissenschaftliche und gesellschaftliche Fragen aus einer interdisziplinären Perspektive zu betrachten. Dominiek Lootens, Leiter des CfD, stellte in seiner Begrüßungsrede vor allem das Interesse der Schüler an dem Thema Biodiversität in den Vordergrund und hofft darauf, dass auch weitere junge Menschen von diesem Thema infiziert werden.

Für Anne Rave, Bewohnerin am Riedberg und engagierte Aktivistin bei „People for Future“ ist es ein großer Erfolg, dass sich immer mehr Riedberg-Bewohner für den Klimawandel in ihrem Stadtteil engagieren, und somit alle Voraussetzungen gegeben sind, dass die Menschen dort in absehbarer Zeit klimaneutral leben können.

Frankfurt Riedberg: Schüler diskutieren mit Wissenschaftlern in Workshops

„Es gibt eine Menge Gründe, warum die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren seit dem 19. Jahrhundert stark zurückgegangen ist. Es ist sicherlich in erster Linie die Industrialisierung und die damit verbundene Flächennutzung von Siedlungen und Verkehr. Verschmutzung der Gewässer, Rodung der Wälder, Senkung des Grundwasserspiegels, der Klimawandel, die enorme Ausnutzung natürlicher Ressourcen und vieles andere mehr“, so erklärte Indra Starke-Ottich von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung recht eindrucksvoll, warum das Thema der biologischen Vielfalt wichtig für das Überleben der Menschen ist, und das alles getan werden muss, um das Umweltverhalten zu verbessern.

Zwar verpflichten mittlerweile Gesetze Industrie und Gesellschaft zur Einhaltung des Umweltschutzes – und es ist auch sichtbar, dass sich die biologische Vielfalt in den vergangenen Jahren erkennbar verbessert hat. David Roderus von der Planungsgesellschaft Natur und Umwelt gab aber auch ein Beispiel, welche Gesetze beachtet werden müssen, bevor ein Eingriff in die Natur vorgenommen werden darf.

Für besonders streng geschützte Vogelarten oder Amphibien müssen alternative Lebensräume zur Verfügung stehen. Es gibt Vogelschutzrichtlinien, Flora-Fauna-Habitat-Richtlinien und vieles mehr, die beispielsweise Bauvorhaben erheblich in die Länge ziehen können.

Johanna Rehner, Lehrerin der Helmholtz Schule, freute sich über „das engagierte Auftreten ihrer Schüler zum Thema Biodiversität“. Auf die Frage an die sieben teilnehmenden Schülerinnen Anissa, Hannah, Jana, Julia, Rana, Sarah und Zara, warum keine Jungen dabei sind, bekam der Fragesteller nur ein vielsagendes Lächeln als Antwort. Noch lange nach der Veranstaltung wurde über die Nachhaltigkeit der biologischen Vielfalt gesprochen, denn sie stellt eine der wichtigsten Grundlagen unseres Lebens dar. Da waren sich alle einig.

(zmo)

Außerdem hat Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) Schüler der Ziehenschule im Rahmen des Schreibwettbewerbs geehrt. 

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