Gute Stimmung im Zelt an der Nidda

22. Heddemer Kerb auf dem Festplatz am Bubeloch gefeiert

Der Klaa-Pariser-Musikzug schlängelt sich bei der Kerb durch die Straßen von Heddernheim. Fotos: Faure

Heddernheim (jf) – Die blauen Lichter des Polizeiautos in der Heddernheimer Landstraße waren schon von Weitem zu sehen.

Das Fahrzeug führte den kleinen Festzug an, es folgten die Feuerwehr, der Klaa-Pariser-Musikzug der Kolpingsfamilie Heddernheim, Mitglieder verschiedener Vereine, darunter die Heddemer Käwwern, der Karneval-Club Fidele Nassauer und zum Schluss ein Abschleppfahrzeug mit dem Kerwebaum, den Kerbeborschen und zuletzt ein weiteres Feuerwehrfahrzeug.

Mit musikalischer Begleitung kam der Zug über Alt Heddernheim zum Festplatz am Bubeloch an der Nidda. Dort waren schon ein Bunjee-Trampolin, Schwenkgrill, Crêpes- und Zuckerwattestand sowie Schießbuden aufgebaut worden. Nun musste der Kerwebaum mit grüner Spitze, Kranz und Kerwe-Liesel aufgestellt werden. Das war gar nicht so einfach. Drei Anläufe und Hilfe aus dem Publikum brauchten die Kerbeborschen, dann endlich flatterten die bunten Bänder an der Krone im lauen Abendwind, das Publikum applaudierte.

„Eigentlich gibt es die Heddemer Kerb länger als 22 Jahre“, sagte Thomas Ritz, Vorsitzender der Heddernheimer Kolpingsfamilie. Diese Kerb ist eine der letzten Kirmesveranstaltungen des Jahres in Frankfurt. Man kennt einander, es ist irgendwie ein großes Familienfest.

Schirmherr ist in diesem Jahr Alexander Lößl, Beisitzer im Vereinsring des Stadtteils. Dieser Zusammenschluss mit derzeit 25 Mitgliedern veranstaltet das Fest. „Die Heddemer verstehen es, zu feiern. Unsere Käwwern kamen vor vielen Jahren auf die Idee, die Kerb zunächst als Saalkerb wiederzubeleben. Vor 22 Jahren fand dann die erste Zeltkerb am Bubeloch statt, wir haben lange mit der Stadt um diesen Platz gerungen“, erklärte Dietmar Pontow, Vorsitzender des Vereinsrings.

Mit Sonnenuntergang füllte sich das große Festzelt. Ehrengast und Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler würdigte die Arbeit der Ehrenamtlichen, die das Fest organisieren. Dietmar Pontow erhielt für 33 Jahre Vereinsringvorsitz einen großen Blumenstrauß.

Der diesjährige Schirmherr Alexander Lößl, Abteilungsleiter in der die Kerb unterstützenden Firma Günter Thomas, schlug im Namen seines Geschäftsführers vor, dass der Mitarbeiter Veceslav Mereuta das Fass anstechen solle. Der nahm den Ehrenauftrag an und brauchte nur einen einzigen Schlag, dann floss das von der Binding-Brauerei gesponserte erste Bier.

Die 22. Kerb wurde mit Musik von den „Hüttenrebellen“ fortgesetzt. Am Wochenende wurde mit dem „Shanty-Chor Eschersheim“, der „Saxxess-Partyband“ und der „Al Frinderman Band“ weiter gefeiert.

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