Trägergesellschaften im Nordwesten Frankfurts besprechen Ideen und Ausbildungsmöglichkeiten

Großes Interesse an Jobmesse

Intensive Gespräche zwischen jungen Bewerbern und Beamten der Polizei: Das Interesse war groß auf der Job- und Ausbildungsmesse. Foto: Mohr

Heddernheim (zmo) – Schon eine Stunde nach der Öffnung einer Jobbörse hatten sich am Freitagnachmittag 300 Jugendliche in den Räumen der Volkshochschule im Nordwestzentrum eingefunden, um sich bei 34 Unternehmen über Arbeits- oder Lehrstellen zu informieren.

Großen Andrang gab es bei der Polizei. Die beratenden Beamten hatten den ganzen Nachmittag regen Besuch. Das galt auch für Berater von Discountern, Großmärkten oder Drogerieketten, dem Zoll, dem Hotelgewerbe, der städtischen Bäderbetriebe, Versicherungen, handwerklichen Betrieben und Kindertagesstätten – sie alle standen den Jugendlichen für offene Gespräche zur Verfügung. So auch Autohäuser, Entsorgungsunternehmen, Großbäckereien, die Schornsteinfeger-Innung, Dienstleistungsbetriebe, die Steuerberaterkammer Hessen, Bundeswehr und Post gaben den Jugendlichen ebenfalls Auskünfte über ihre Unternehmen, beantworteten Fragen und zeigten aussichtsreiche Perspektiven auf. Ein junger Bewerber war überrascht, dass die „Gespräche mit den Unternehmen entspannt, freundlich und auf Augenhöhe geführt wurden: „Das kannte ich so nicht von den Jobcentern. “.

„Mir fehlen fast die Worte“, freute sich Quartiersmanagerin Janina Korb über den enormen Andrang kurz nach Öffnung der Messe. „Wir kennen ja viele junge Menschen aus dem Quartier und wissen auch, dass es schwierig für viele ist, einen Job zu bekommen. Das große Interesse an einer Messe in dieser Form macht uns zuversichtlich, dass sich hier in Zukunft etwas bewegen und verändern kann.“

Es ist nicht lange her, da setzte sich das Quartiersmanagement mit weiteren Trägern der Nordweststadt, wie dem Jugendbüro, der Freien Bildungsstätte „Der Hof“ und der Volkshochschule zusammen und diskutierten, welche Möglichkeiten es gibt, Jugendlichen schneller eine Arbeitsstelle zu vermitteln. Man wollte keine Pflichtveranstaltung, wo jeder aufgefordert wird hinzugehen, sondern hoffte auf die Eigeninitiative der Jugendlichen an dieser Aktion. Die Verantwortlichen der verschiedenen Träger waren dann auch hocherfreut, fühlten sich belohnt für ihr Engagement, dass so viele freiwillig und interessiert die Job Messe besuchten.

Das Quartiermanagement kennt die Sorgen und Nöte vieler Bewohner. Trotz der enormen Zuwanderung seit den 80er-Jahren, hat der Stadtteil mit seinen heute mehr als 50 Prozent Menschen mit Migrationshintergrund, eine hohe Integrationsleistung vollbracht. Gemeinsam mit den Bürgern, mit freien Trägern der sozialen Arbeit, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Vereinen, Wohnungsbaugesellschaften sowie städtischen Ämtern unterstützt und begleitet das Quartiersmanagement Projekte und Ideen, die zur Verbesserung der Lebens- und Wohnsituation beitragen. Jetzt kann mit der Job- und Ausbildungsmesse eine weitere Initiative angeboten werden.

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