Mit dem OB über die Stadt geblickt

In luftigen Höhen: WochenBlatt-Leser bestaunen Fernsehturm

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Oberbürgermeister Peter Feldmann erklärte den Frankfurter WochenBlatt-Lesern alles über den Funkturm. Danach blieb noch Zeit für Fotos von der Plattform und Selfies mit dem OB.

Mit zehn Metern pro Sekunde – 36 Stundenkilometern – ging es am Donnerstag für die Leser des Frankfurter WochenBlatts in Begleitung von OB Peter Feldmann, dessen Frau und seiner Tochter mit dem Aufzug in luftige Höhen.

Bockenheim – Die Gewinner eines Rundgangs auf dem Europaturm fuhren direkt von unten in die ehemalige Disco des Fernsehturms, wo früher Bata Illic und Rex Gildo aufgetreten sind. Ein exklusives Ereignis, denn die Aussichtsplattform ist seit 1999 für Besucher geschlossen. 

Frankfurt – die Stadt der Banken und Wolkenkratzer.

Von dort aus konnten die Teilnehmer sich schon durch die Fenster einen Überblick über Frankfurt verschaffen. Noch ein Stück weiter oben wehte dann der Wind um die Nasen der Frankfurter, während das Stadtoberhaupt ihnen die wichtigsten Fakten über den „Ginnheimer Spargel“ – der in Bockenheim steht – darlegte: So hat die Kanzel einen Durchmesser von 59 Metern. Der Turm an sich ist mit 337,5 Metern Höhe sowie sechs Stockwerken in der Kanzel höher als der Berliner Funkturm. 

Frankfurt: „An sich ist der Turm in Frankfurt höher“

„Nur weil sie dort eine höhere Antenne draufgesetzt haben, gilt der Berliner als höher. Aber der Turm an sich ist in Frankfurt höher“, freute sich der OB über das „Wahrzeichen der Stadt, dass nicht nur ein totes Gerippe ist.“ Der Turm, der 1979 in Betrieb ging, rund 90 Millionen Euro gekostet hat und seit Oktober 2019 unter Denkmalschutz steht, ist Frankfurts wichtigster Funkstandort. Er versorgt die Region mit Fernsehen, Radio, Mobilfunk und spielt auch für die Börse und die Flugsicherung eine große Rolle.

Frankfurt: „Spargel“ soll saniert werden

Havva und Süleyman Tek können von oben auf ihren Garten gucken.

Um die 3000 Quadratmeter Gesamtfläche in der Kuppel wieder nutzen zu können, soll der „Spargel“ saniert werden. Wann das passiert und was aus dem Innenraum werden soll, ist aber noch ungewiss. Denn: Ein Teil des Geldes für die Sanierungskosten fehlt noch. Ungenutzt bleibt der Europaturm trotzdem nicht. Er werde permanent instand gehalten und beinhalte viel Technik – wie ein Rechenzentrum in 300 Metern Höhe.

Von dort aus einmal nach unten zu sehen – darüber freuten sich besonders die Rundgang-Gewinner Havva und Süleyman Tek, die unten genau am Turm ihren Garten haben: „Das ist, als ob der Fernsehturm in unserem Garten steht. Sonst gucken wir hoch, jetzt können wir von oben auf den Garten schauen.“

(jdr)

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