Bäppi La Belle präsentiert neues Stück „Ja, ja – der Äppelwoi“ in Nieder-Eschbach

Zum ersten Mal seit 26 Jahren: Premiere ganz ohne Theatrallalla

Zum ersten Mal seit 26 Jahren feiert Bäppi eine Premiere nicht im Theatrallalla. Doch das tut der Stimmung keinen Abbruch. Foto: Mag

Nieder-Eschbach (nma) – Thomas Bäppler-Wolf alias Bäppi La Belle ist jetzt auf Tour.

Nach der Schließung seines Theatrallallas in der Friedberger Landstraße, präsentiert Bäppi in der Rolle seiner Kunstfigur das neue Programm „Ja, ja – der Äppelwoi“ und machte zuerst in Nieder-Eschbach halt, wo ihn eine volle Veranstaltungshalle erwartete.

Die Stimmung ist bereits gut, bevor Bäppi La Belle vor die vielen Anwesenden tritt.

Liegt es an der Vorfreude auf das neue Programm des Frankfurter Originals oder am ausgeschenkten Apfelwein? Sicherlich summiert sich beides. Unter großem Applaus betritt Bäppi La Belle den Saal des Darmstädter Hofs und „Die Frau Rauscher aus der Klappergass’“ kann nun wirklich jeder Anwesende frei mitsingen. „Es ist die erste Premiere außerhalb des Theatrallallas seit 26 Jahren“, erinnert sich Bäppi. „Und diese wollte ich unbedingt in Nieder-Eschbach stattfinden lassen und natürlich bei 35 Grad. Wie immer, wenn ich hier bin.“ Und ebenfalls wie immer ist das Publikum die Bühne von Bäppi La Belle. Sie läuft durch die Reihen und überprüft erst mal die anwesenden Regionalitäten: „Wer ist aus Offenbach?“ Da gehen tatsächlich ein paar Hände nach oben. Sogar aus Niedersachsen und Hamburg sind Gäste gekommen, die sich natürlich, ganz Bäppi, auch einen schnippischen Kommentar gefallen lassen müssen. Doch die Art wie schlagfertig Bäppi La Belle mit dem Publikum spricht und immer noch einen spontanen Witz auf der Zunge hat, ist beeindruckend. „Du kommst aus Stuttgart und du daneben aus Berlin?“, fragt La Belle zwei Zuschauer. „Na wunderbar, Stuttgart21 und der Flughafen BER an einem Tisch“, witzelt sie. Der BER sei ja ohnehin der emissionsfreiste Flughafen der Welt. La Belle geht auf ihre Jugend ein: „Griesheim ist so ein Kaff, wo man zeitig guckt, dass man da raus kommt.“ Heute würden Kinder ja eher verhätschelt werden: „Das Geschiss mit der Brut heute, oder?“, sagte Bäppi La Belle. „Wir sind früher mit dem Opel Kadett bei 35 Grad im Sommer auf der Autobahn in den Urlaub gefahren. Und die Fenster bleiben natürlich unten, damit der Bub keinen Zug kriegt“, beschwert sie sich. Frankfurt müsse sich vergrößern, schneidet Bäppi das nächste Thema an. „Im Römer haben wir uns überlegt, dass wir Offenbach eingemeinden. Wir brauchen schließlich Bauland. Und um den Namen zu erhalten übernehmen wir einfach das ‘am Main’.“ Dann geht es ans Thema Altern: „Wenn du 40 bist und aufwachst und keine Schmerzen hast, dann bist du tot“, ruft Bäppi La Belle ihrem dauerhaft lachenden Publikum zu. „Doch es ist ja bewiesen, dass Frauen, die übergewichtig sind, länger leben, als Männer, die die Frauen darauf hinweisen.“

Auch ernster wird das Programm von Thomas Bäppler-Wolf. Der Mann hinter Bäppi La Belle spricht seine Magenband-Operation an und hat seit Januar volle 37 Kilogramm abgenommen. „Diabetes ist weg, Schlafapnoe auch. Ich vertrage nur leider keinen Apfelwein mehr.“ Der sportliche Typ sei er ja ohnehin nicht so. „Für was muss ich das Seil hochklettern? Wenn es irgendwo brennt, geh ich doch eher runter als hoch“. Doch einmal habe er im Sportunterricht eine Note drei erreicht. Zur Weltmeisterschaft 1974. Denn jeder mit der Mindestnote drei sei in die engere Auswahl für das Stellen des Emblems der Weltmeisterschaft 1974 gekommen.

Bäppi La Belle erzählt Geschichten aus dem Leben, Geschichten aus Frankfurt und hat einige Lieder mitgebracht. Die Stimmung ist bereits zu Beginn auf dem Höhepunkt und senkt sich bei den Anwesenden auch nicht mehr. Klar ist schon jetzt: Bäppis Tour wird ein voller Erfolg.

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