Die Freiwillige Feuerwehr ist mit Maske im Einsatz

Einsatzbereitschaft aufrechthalten

Der Übungsdienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Ginnheim. Foto: Stadt/p

Ginnheim (red) – Die Freiwillige Feuerwehr (FF) ist essenzieller Bestandteil von Brandschutz und Hilfeleistung in Frankfurt.

Die rund 1000 ehrenamtlich tätigen Feuerwehrangehörigen leisten in der Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit in der Stadt. Wie konnten nun die 28 Stadtteilwehren während des Lockdowns ihre Einsatzfähigkeit aufrechterhalten?.

Nur zehn Mann oder Frau dürfen zeitgleich zum Übungsdienst in Ginnheim kommen. Einer nach dem anderen trifft ein, begrüßt die anderen schon aus der Entfernung, zieht sich dann pflichtbewusst seinen Mund-Nasen-Schutz über, bevor er die Fahrzeughalle betritt. Einer der Kameraden hat eine kleine Kiste mit genähten Mund-Nasen-Bedeckungen für alle dabei: Freiwillige Feuerwehr Ginnheim steht auf dem blauen Stoff.

Als alle umgezogen in ihrer Feuerwehrschutzkleidung und mit Abstand im Kreis stehen, heißt Ausbilder und stellvertretender Wehrführer Benjamin Ruck sie sichtbar erfreut willkommen „zum ersten Präsenzdienst nach den Kontakteinschränkungen“. Während er erklärt, wie es jetzt weitergeht, mischt er eine Seifenlösung an, legt Einmalhandschuhe und Papiertücher bereit. Das Material haben sie von der Branddirektion bekommen. Neben Masken und Abstand gehört auch dazu, dass alle Kontaktflächen in den Fahrzeugen am Ende des Dienstes gereinigt werden. „Ein Dienst zusammen mit allen Kameraden wäre wieder schön. Aber wir sind uns bewusst, dass wir eine Vorbildfunktion haben und Infektionen vermeiden müssen, um einsatzbereit zu bleiben“, sagt Ruck. Ab 18 Uhr und am Wochenende sind die Freiwilligen Feuerwehren in Bereitschaft und werden über die Leitstelle der Frankfurter Feuerwehr etwa zu Bränden oder zu technischen Hilfeleistungen, wie bei Unfällen, alarmiert. Meistens zusätzlich, aber sie sind auch die Rückfallebene, sollte es an Kräften bei der Berufsfeuerwehr fehlen. Auch bei besonderen Lagen wie Unwetter- und Großschadenslagen oder bei hohem Einsatzaufkommen wie an Silvester werden die FF-Einheiten hinzu alarmiert oder eigenständig eingesetzt.

Die etwa 1000 Kameraden üben den Feuerwehrdienst in ihrer Freizeit aus und müssen wie alle anderen zusehen, wie sie ihr Berufs- und Privatleben in Corona-Zeiten organisieren.

Nach persönlichen Berichten haben sich die meisten Stadtteilwehren sowie die Sondereinheit der Rettungshundestaffel schon vor den Lockdown-Verordnungen Gedanken gemacht, was zu tun ist. Sie haben sich technische Möglichkeiten und Konzepte überlegt, wie sie Übungsinhalte online vermitteln können. Sie haben ihre Einsatzkräfte und Fahrzeuge mithilfe der Branddirektion mit Schutzmaterial ausgestattet – für den Fall, dass sie mal zu einer Brandmeldeanlage in einem Altenheim müssen. Sie haben entschieden, Instandhaltungsdienste, wie Geräte überprüfen, mit möglichst wenig Personal und im Freien vor der Halle zu machen.

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