Verein Bürger für Frankfurt vergibt Preise für Engagierte

Bürger-, Stadtteil- und Sonderpreis

Ehepaar Oplt (vorn), Rainer Häusler, Edith Kleber, Schwester Sigrid, Gudrun Stürmer, Marie-Luise Cost und Bernhard Hahn, (dahinter von links) Moritz Huntzinger, Karl Richter, Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels, Pater Georg Fischer und Marc Hense bei der Verleihung. Foto: Faure

Altstadt/Nieder-Erlenbach (jf) – Im März dieses Jahres hatte der Verein Bürger für Frankfurt (BFF) zum ersten Mal einen Bürgerpreis ausgelobt.

„Dabei geht es um Menschen, die den Unterschied machen, abseits von parteipolitischen Erwägungen“, sagte Mathias Mund, Vorsitzender der BFF, zur Eröffnung der Veranstaltung im Stadthaus. 62 Vorschläge aus allen Bereichen seien eingegangen, deshalb habe man sich entschieden, den mit insgesamt 5000 Euro dotierten Bürgerpreis zu teilen und an zwei Einrichtungen zu vergeben. Das Gleiche gelte für den mit insgesamt 1000 Euro dotierten Stadtteilpreis. „Außerdem vergeben wir zwei Sonderpreise, die mit jeweils 1000 Euro verbunden sind“, erklärte Mund.

Ein Kuratorium, dem Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels, Marc Hense, Mathias Mund, Pater Georg Fischer, Moritz Hunzinger und Wolfgang Hübner angehören, wählte die Preisträger. Zu Solms-Wildenfels unterstrich in seiner Laudatio: „Im Unterschied zu anderen Preisen werden unsere Auszeichnungen unabhängig von Parteiideologie vergeben.“

Den ersten BFF-Bürgerpreis erhielt Schwester Sigrid Ehrlich und der von ihr 1995 gegründete Verein „Lichtblick aktiv“. „Jeder, der zu mir kommt, ist mein Nächster“, heißt ihr Motto. „Bei ‚Lichtblick aktiv’ stehen Gemeinschaftsgefühl und Würde im Vordergrund. Das ist für viele ein Ansporn“, sagte zu Solms-Wildenfels. Ein kurzer Film informierte über das Haus von „Lichtblick aktiv“ in der Eschersheimer Landstraße, das im Jahr 2000 eingeweiht wurde und heute etwa 30 Personen betreutes Wohnen und Pflege bietet. „Die Frankfurter Sparkasse hat damals das verbliebene Darlehen, das wir aufnehmen mussten, in eine Spende umgewandelt“, erzählte Schwester Sigrid. Ein bisschen verstehe sich „Lichtblick aktiv“ auch als Gegenpol zur 1994 gegründeten Interessengemeinschaft „Zeil aktiv“, die Obdachlose auf der Geschäftsstraße als Problem sieht.

Schwester Sigrids größter Wunsch ist es, dass der Umbau beendet werden und Platz für weitere Bedürftige geschaffen werden kann.

Die andere Hälfte des Bürgerpreises erhält der seit 1995 bestehende Verein Frankfurter Tafel. In seiner Laudatio würdigte Pater Georg Fischer den „täglichen Einsatz für Menschen vor Ort“. Der Name „Tafel“ erhebe Anspruch. Für den Verein nahmen der Vorsitzende Rainer Häusler und die stellvertretende Vorsitzende Edith Kleber den Preis entgegen. Jeden Monat versorgt die Tafel elf Ausgabestellen mit mehr als 23.000 Menschen mit Lebensmitteln. 172 Ehrenamtliche helfen. Die Tafel erreicht darüber hinaus 70 soziale Einrichtungen und damit noch viel mehr Menschen. „Ich bin unendlich dankbar, dass ich das machen darf“, schloss Kleber bewegt die kurze Dankesrede.

„In allen Vorschlägen zur Preisvergabe wird Verantwortung übernommen“, äußerte Marc Hense in seiner Laudatio zum ersten Stadtteilpreis. Den erhielt die 2018 neu gestartete Minifeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Nieder-Erlenbach. Wehrleiter Bernhard Hahn und Betreuerin Marie-Luise Cost nahmen den Preis entgegen.

Die andere Hälfte des Stadtteilpreises ging an den 2015 gegründeten Bildungs- und Nachhilfe-Verein Frankfurt West in Griesheim, Max Oplt freute sich über die Anerkennung. Zwar seien die Nachhilfestunden nicht unentgeltlich, würden aber zu moderaten Preisen angeboten, erklärte Laudator Wolfgang Hübner.

Den ersten Sonderpreis bekam das 1983 ins Leben gerufene Stadttaubenprojekt, die Vorsitzende Gudrun Stürmer freute sich über die Auszeichnung. Den zweiten Sonderpreis erhielt der Architekt Karl Richter für seinen Entwurf „Parkstadt Rebstock“.

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