„Hier will ich wohnen bleiben!“

Biazza-Treffpunkt für Senioren im Nord-West-Zentrum eröffnet

Michael Frase (von links), Rudolf Herfurth, Sandra Erb, Elke Sautner und Roland Kaehlbrandt bei der Eröffnung des Biazza-Treffpunkts. Foto: Mohr

Heddernheim (zmo) – Die Ergebnisse eines Frankfurter Forschungsprojekts zur Bedeutung des Wohnens in der Nachbarschaft für gesundes Altern, war der eigentliche Anstoß für die Errichtung der Begegnungsstätte im Nord-West-Zentrum.

Feierlich eröffnet, mit Kaffee, Kuchen, einer Tombola, Live-Musik und einer Menge Prominenz.

„Es waren in erster Linie die Senioren aus der Nordweststadt, die sich mehr Begegnung, Beratung und Information gewünscht haben“, sagte Michael Frase, Leiter der Diakonie Frankfurt und Offenbach bei der Übergabe des Zentrums. „Eine wissenschaftliche Analyse der Goethe-Universität Frankfurt hat dies in einer langjährigen Untersuchung bestätigt, was für uns Antrieb war nachzudenken, was zu verbessern ist“, erklärte er weiter. In Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann, fand er dann auch den geeigneten Gesprächspartner, der dafür finanzielle Unterstützung zusagte und auch bei der Raumsuche behilflich war.

Wie leben Senioren im Alter? Eine gesellschaftliche Frage, die in dieser Zeit eine besondere Bedeutung hat. Was kann getan werden damit ältere Menschen nicht in der Einsamkeit leben müssen – zusammen mit anderen, Gleichgesinnten, geliebten Beschäftigungen nachgehen können, nachbarschaftliches Miteinander erleben, neue Kontakte knüpfen und Freundschaften schließen? Wo finden ältere Menschen den Ansprechpartner, wenn sie nicht mehr wissen, wie es weiter geht? Wo ist der Ort, an dem man jemanden für ein freundliches Gespräch treffen kann?

An dem neuen Standort „Biazza Nord West“ – eine Bezeichnung die sich Wissenschaftler haben einfallen lassen und Bezug nehmen zu einer Piazza, auf der sich die Menschen treffen – sollen diese Angebote möglich werden. Für die Projektkoordinatorin, Sandra Erb ist das „ein offenes Angebot, das alles kann, nichts muss. Ich wünsche mir vor allem, dass dieses zwanglose Miteinander weitere Menschen aus dem Viertel anziehen wird, dass noch mehr ältere Menschen und ihre Angehörigen Vertrauen gewinnen und sich auch bei demenziellen Veränderungen Beratung und Unterstützung bei uns im Biazza-Info-Laden holen können. Wir sind die zentrale Anlaufstelle im Viertel, wir beraten unbürokratisch zu allen wohnortnahen Dienstleistungen“, erklärte Sandra Erb die vielfältigen Möglichkeiten der Biazza. „Unterstützt werden wir vom Hilfsnetzwerk ‚Nachbarn helfen Nachbarn‘ und von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern“, sagte Erb, die nicht vergaß, sich bei allen zu bedanken.

Auch Rudolf Herfurth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Diakonie Hessen, die zu den großzügigen Förderern gehört, schloss sich den Vorrednern an und brachte dazu gleichzeitig einen Scheck für weitere Investitionen mit. Ohne Scheck, aber ebenfalls als engagierter Förderer dieses Projektes, sprach Roland Kaehlbrandt, Vorsitzender der Polytechnischen Gesellschaft für sein Institut von einem gelungenen Projekt, das älteren Menschen eine große Hilfe sein wird.

So sah es auch Stadträtin Elke Sautner, die den verhinderten Oberbürgermeister Peter Feldmann vertrat. „Es ist auch die Aufgabe der Stadt, Räume für Begegnungen – gerade älterer Bürger – zu schaffen. Der OB hat mitgeteilt, dass er auch weiterhin diese Projekte unterstützen wird“, sagte Sautner.

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