Alte Turnhalle und neue Ideen

Neuer Vorstand vor alter Turnhalle: Gabriele Nagel und Achim Weifenbach. Foto: Mohr

Kalbach (zmo) – Wer in Kalbach-Riedberg an der „Alten Turnhalle“ vorbei geht, könnte glauben, dass die Zeit stehen geblieben ist.

Der Charme der 50er-Jahre ist offensichtlich – und für die Kalbach-Riedberger hat die Halle eine lange Geschichte, die nun mit neuen Ideen fortgesetzt werden soll. „Wir wollen die ‚Alte Turnhalle‘ wieder zu einer lebendigen, sportlichen und kulturellen Begegnungsstätte machen, die in Zukunft wieder mit Freude genutzt werden kann“, erklärt Gabriele Nagel, Vorsitzende des Riedberger Sport- und Kulturvereins. Sie hatte mit ihrem Stellvertreter Achim Weifenbach zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen.

Als neuer Mieter der Halle hat der Verein, der 2015 gegründet wurde und dem sich mittlerweile mehr als 550 Mitglieder angeschlossen haben, die Bürger mit seinem „XXL Projekt“ zur Mithilfe aufgerufen. Man benötigt nicht nur Geld, sondern vor allem das Engagement der Kalbach-Riedberger um die Turnhalle sowohl von innen, als auch von außen wieder auf Hochglanz zu bringen. „Einiges ist schon getan, auch versuchen wir Fördergelder zu bekommen, damit unsere Vorstellungen schneller umgesetzt werden können. Wir benötigen dennoch weitere finanzielle und materielle Mittel, um die Turnhalle wieder so herzurichten, dass wir allen Vereinen, Gruppierungen und Organisationen eine funktionelle Einrichtung zur Verfügung stellen können“, sagte Nagel.

Wer nicht nur spenden möchte – oder auch nicht in der Lage dazu ist, aber unterstützen will, wer Ideen hat oder über handwerkliche Fähigkeiten verfügt, findet beim Vorstand jederzeit ein offenes Ohr (kontakt@riedberger-sv.de).

Bislang ist die „Alte Turnhalle“ noch leer. Für eine Grundausstattung benötige man Matten, Ballwagen, Trampoline, Tischtennisplatten, Bänke und vieles mehr. Für die große ungenutzte Wiese mit rund 1000 Quadratmetern Fläche im Außenbereich ist eine Leichtathletiksprunggrube, ein Beachvolleyballfeld, ein Barfußpfad und weitere Spielfelder, wie eine Schachanlage oder ein kleines Fußballtrainingsfeld, geplant.

In der Halle selbst soll in Kürze die Fußbodenmarkierung erneuert werden. Die Angebote des Vereins sind schon jetzt umfangreich: Von Badminton über Hip Hop und Breakdance, Singgruppen, Pilates bis Rückenschule, Spieleabende, Thaiboxen über Yin-Yoga gibt es eine Menge anspruchsvoller Aktivitäten. Interessenten finden auf der Website www.riedberger-sv.de einen prall gefüllten Einsatzplan.

Damit die Vereinsphilosophie besser und professioneller umgesetzt werden kann, braucht der Verein Trainer, Übungsleiter, Betreuer, Organisatoren, Helfer im Hintergrund, vor allem aber Eltern die das bereits bestehende Ehrenamtsteam unterstützen.

„Es ist eine ganze Menge, was uns noch fehlt, aber wir sind auch sehr optimistisch, dass unser Projekt umgesetzt werden kann. Es geht um unseren einzigen Versammlungssaal im Stadtteil, in dem kulturelle und sportliche Veranstaltungen stattfinden können. Das Interesse der Bürger und unserer Mitglieder ist auf jeden Fall groß und wenn viele das Projekt unterstützen, dann schaffen wir das auch zu verwirklichen. Kritische Anwohner waren zum Schluss im Einzelgespräch sehr interessiert und freuen sich auf die Sportangebote für sich selbst und für ihre Familie. Sie überlegen auch, wie sie uns unterstützen können“, sagte eine sichtlich zufriedene Gabriele Nagel zum Abschluss des Informationsnachmittags.

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