Präzise und schonende Eingriffe

In Ginnheim operiert der Roboter "Da-Vinci"

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Das Ärzte-Team im OP-Saal rund um den Da-Vinci-Roboter.

Ginnheim (red) – Im OP des Agaplesion Markus Kranken-hauses hält jetzt die roboterassistierte Chirurgie Einzug: Ab Januar 2019 setzen Urologen, Allgemeinchirurgen, Gynäkologen und Thoraxchirurgen für ausgewählte Operationen den OP-Roboter Da-Vinci X ein. Die Patienten profitieren von präziseren und noch schonenderen Eingriffen.

Mit der Installation eines OP-Roboters der neuesten Generation und der Gründung eines interdisziplinären Zentrums für roboterassistierte Chirurgie rüsten sich die Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken für die Zukunft. Gleich vier Fachabteilungen teilen sich den neuen OP-Roboter, der unter der Federführung des sehr erfahrenen Da-Vinci-Operateurs Prof. Dr. Georg Bartsch eingeführt wird. Prof. Bartsch ist Direktor der neuen Klinik für roboterassistierte Urologie und Uroonkologie und wechselte Anfang November 2018 aus dem Universitätsklinikum Mainz ans Agaplesion Markus Krankenhaus. Mit seinen Kompetenzen ergänzt er das Leistungsspektrum der Klinik für Urologie, die von Chefarzt Prof. Dr. med. Michael Sohn geleitet wird.

„Der OP-Roboter ist für uns Operateure bei vielen Eingriffen ein perfektes Instrument, um Patienten noch schonender und sicherer operieren zu können“, sagt Prof. Bartsch. Die moderne Medizintechnik geht dabei einher mit einer individuellen Betreuung jedes Patienten: „Der Mensch steht für uns immer im Mittelpunkt der Behandlung. High-Tech-Medizin und eine persönliche Betreuung gehen Hand in Hand“. Die roboterassistierte Chirurgie kommt vor allem bei Tumorentfernungen an Speiseröhre, Darm, Lunge, Eierstöcken, Gebärmutter, Prostata, Nieren oder Harnblase sowie bei rekonstruktiven Operationen wie zum Beispiel am Harnleiter oder der Speiseröhre zum Einsatz.

Millimetergenaues Arbeiten

Im Unterschied zu konventionellen Verfahren sitzt der Arzt während des Eingriffs an einer Konsole, von der aus er das Operationsfeld via Bildschirm im Blick hat und die vier Arme des Da Vinci lenkt. „Der Roboter führt millimetergenau jene Arbeiten aus, die der Arzt vorgibt. Der Operateur bleibt zu jeder Zeit Herr des Geschehens. Er kann nur viel präziser arbeiten, da selbst das natürliche Zittern der Hand ausgeglichen wird“, sagt Prof. Bartsch. Der Da-Vinci weist alle Vorteile der minimalinvasiven Schlüssellochchirurgie auf. Zum Einführen der Instrumente sind nur kleine Schnitte notwendig. Dies sorgt für einen geringeren Blutverlust, eine schnellere Wundheilung und somit eine frühere Entlassung aus dem Krankenhaus. Das System bietet dem operierenden Arzt mit hochaufgelösten, dreidimensionalen und vergrößerten Bildern eine bessere Darstellung des Operationsfeldes.

„Selbst winzige Strukturen wie Blutgefäße oder Nerven werden detailgetreu dargestellt und können so leichter identifiziert werden“, sagt Prof. Bartsch. Der Da-Vinci ist somit eine wichtige und sinnvolle Ergänzung im Bereich der minimalinvasiven Chirurgie.

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