Ins Amt eingeführt

Greta Brodrück zweite Weinkönigin

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Greta I. (links) und Marilen I. posieren für ein gemeinsames Foto im Römer.

Innenstadt (jf) – Zwei Hoheiten hatten sich in der Probierstube des Weinguts der Stadt Frankfurt eingefunden: Marilen Maul, die im Januar 2017 als erste Weinkönigin Frankfurts in ihr Amt eingeführt wurde, und Greta Brodrück, ihre Nachfolgerin.

Beide trugen Dirndlkleider in den Stadtfarben Schwarz und Rot. Marilen I. studierte während ihrer Amtszeit noch Jura, Greta I. beschäftigt sich auch beruflich mit Wein – sie studiert an Hochschule Geisenheim internationale Weinwirtschaft. In Sachen gegorener Rebensaft kennen sich die beiden jungen und hübschen Damen sehr gut aus. Oberbürgermeister Peter Feldmann kam ebenfalls zur Übergabe der Krone. „Frankfurt ist der östlichste Zipfel des Rheingaus. Die Weintradition der Stadt soll mit der Ernennung einer Weinkönigin wieder stärker ins Blickfeld gerückt werden“, sagte Feldmann. Frankfurt hat noch immer einen eigenen Weinberg, auf dem Lohrberg stehen die Rieslingreben auf 1,3 Hektar, damit ist das die kleinste Lage im Anbaugebiet Rheingau.

Drohte in vergangenen Jahrhunderten Krieg, musste sich die Stadt für Notzeiten bevorraten. „Für drei Jahre musste Mehl gespeichert werden, für zehn Jahre Wein“, bemerkte der Oberbürgermeister. Mit dem Aufkommen der Reblaus im 19. Jahrhundert ging es mit dem Weinanbau in Frankfurt bergab, dafür hielt der Apfelwein Einzug. Heute kommen noch Trauben für rund 10.000 Flaschen Riesling vom Lohrberg, das kleine Weingut bewirtschaftet Traditionswinzer Jürgen Rupp mit. Zurecht gibt es seit 2016 die Frankfurt-Rheingau-Rieslingroute, die auf dem Lohrberg startet und auch mit Greta I. weiter beworben wird. Für Marilen I. gehen knapp zwei aufregende Jahre zu Ende. „Das Reden schreiben war schwierig, manche Ansprache musste noch ins Englische übersetzt werden.

Richtiges Zeitmanagement war wichtig. Reisen führten mich nach Berlin und nach Stuttgart und immer wieder in den Rheingau, dort lernte ich viele gepflegte und traditionsreiche Orte und nette Kolleginnen kennen. Von Winzer Jürgen Rupp habe ich viel gelernt“, zog Marilen I. Bilanz. „Marilen hat die Stadt gut vertreten“, würdigten Peter Feldmann und Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH. Peter Seyffardt, Präsident des Rheingauer Weinbauverbandes, lobte die gute Zusammenarbeit aller Botschafterinnen des Weines. Gerade noch rechtzeitig zur Übergabe der Krone erschien die im September 2018 gewählte Rheingauer Weinkönigin Katharina Bausch. Angestoßen wurde mit Rieslingsekt vom Lohrberg.

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