Meisterfeier in der Paulskirche

Die Zukunft der beruflichen Bildung

Bei der Meisterfeier der Handwerkskammer war auch der OB (vorn Mitte) dabei. Foto: Andreas Varnhorn/p

Altstadt (red) – Bei der Meisterfeier in der Paulskirche haben 195 Jungmeister aus 13 Gewerken ihre Meisterbriefe entgegengenommen. Handwerks-kammerpräsident Bernd Ehinger sagte, die Leistung der Absolventen sei dem Erfolg der dualen Bildung geschuldet.

Er forderte die Gesellschaft daher dazu auf, verstärkt in die berufliche Bildung zu investieren.

„Wir suchen als Handwerks-kammer derzeit aktiv das Gespräch mit Politik, Wissenschaft, Berufsschulen und Handwerk, um über die Zukunft der beruflichen Bildung zu sprechen. Ziel muss sein,

die Ausbildung in den 130 Berufen des Handwerks möglichst attraktiv und zukunftsfähig aufzustellen, etwa durch einen möglichen Campus für berufliche Bildung. Dies wäre nicht nur ein starkes Bekenntnis der Region für die Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung. Das Konzept käme auch den Nachwuchstalenten, den Unternehmen und dem Wirtschaftsstandort Frankfurt-Rhein-Main zugute“, sagte Ehinger. Er unterstrich: „Lassen Sie es uns gemeinsam anpacken!“

Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Uni, gratulierte den neuen Jungmeistern in ihrer Festrede zu den Auszeichnungen. Wolff hob das riesige theoretische und praktische Wissen hervor, das die Handwerksmeister erworben hätten. Mit ihren Ideen und ihrer Arbeit setzten sie Impulse in Gegenwart und Zukunft. „Sie bilden aus – das ist eine unglaublich große, aber auch schöne Verantwortung! Durch die Ausbildung Ihrer Lehrlinge geben Sie ganz viel an die Zukunft weiter.“ Berufsbildung und akademische Bildung müssten zur Bewältigung der großen Zukunftsaufgaben noch viel stärker kooperieren. Mit dem gemeinsamen Projekt „YourPush“, sagte Wolff, leisteten die Handwerkskammer und die Goethe-Uni gemeinsam einen Beitrag für die Anerkennung der Gleichwertigkeit von dualer und akademischer Bildung in der Gesellschaft. Oberbürgermeister Peter Feldmann hob die Wichtigkeit des Traditionsgewerbes für die Stadt hervor.

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