Rosemarie Heilig besucht Studierende an der Goethe-Uni

Woche der Abfallvermeidung

Umweltdezernentin Heilig zu Besuch an der Uni. Foto: p

Westend (red) – Einen Tag vor dem europaweiten Beginn hatte Frankfurt die Europäische Woche der Abfallvermeidung bereits eröffnet. In der Mensa der Goethe-Universität stellen die teilnehmenden Initiativen, Vereine und Unternehmen ihr Engagement und ihr Angebot 16 Tage lang vor.

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig erinnerte vor den Studierenden an die große Wirkung der Jugendbewegung Fridays for Future für das Bewusstsein weiter Bevölkerungskreise: „Die Jugendgeneration hat sich auf den Weg gemacht, auch tief greifende Veränderungen einzufordern. Lasst sie uns dabei unterstützen!“.

Müllvermeidung und Recycling müssten für jeden, der aktiv bei der Bewältigung der Klimakrise mit anpacken will, ganz oben stehen, betonte die Stadträtin. Auch die Industrie sei gefordert. „Ein ressourcenschonendes Recycling müsse schon zu Beginn der Produktionsprozesse mitgedacht werden. Das passiere leider viel zu selten. Unsere Gesellschaften können sich diese Massen von Müll nicht mehr leisten.“ Mut machendes Zeichen sei aber auch hier, dass Nachhaltigkeit für immer mehr Konsumenten zum Kaufargument und damit für die Firmen zu einer notwendigen Produkteigenschaft werde.

Ziel der Aktionswoche, die in Frankfurt noch bis Samstag, 30. November, dauert, ist es, praktische Wege aus der Wegwerfgesellschaft aufzuzeigen. Im Programm sind Ausstellungen und Workshops zum plastikfreien Einkaufen, ein modisches Upcycling-Festival, Reparatur- und Kreativ-Treffs. Aktivisten berichten über ihre Erfahrungen im Leben ohne Müll und geben Tipps. Das Green Office der Goethe-Universität lädt zum akademischen Diskurs „Wege zur Nachhaltigkeit“ und zum gemeinsamen Campus Cleanup. Der Verein Umweltlernen veranstaltet eine Lehrer-Fortbildung. Für Sportler gibt es einen Lauf, bei dem aktiv Müll vermieden wird. Für Grundschulklassen gibt es ein Memory-Spiel mit Müllmonster. Auch der Main´-Becher der FES, den inzwischen mehr als 50 Cafés, Bäckereien, Kioske und weitere im Programm haben, wird vorgestellt.

Umweltdezernentin Heilig sagte: „Bei dieser Aktionswoche werden wir sehen, wie leicht es sein kann, Müll zu vermeiden. Der Main-Becher ist ein Beispiel, wie es gehen kann, und ich bin guter Dinge, dass wir aus diesem lokalen Projekt bald schon einen regionalen Mehrwegbecher machen können. Was wir bei diesem Thema brauchen, ist Kooperation auf allen Ebenen. Was wir nicht brauchen, sind Insellösungen.“

Für einige der Veranstaltungen vor Ort ist eine frühzeitige Anmeldung nötig. Die Woche der Abfallvermeidung wird koordiniert von der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH. Das vollständige Programm kann unter http://www.fes-frankfurt.de im Internet heruntergeladen werden.

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