Toiletten an der Bockenheimer Warte werden instandgesetzt

WCs wegen Vandalismus geschlossen

Vandalismus in öffentlichen Toiletten stellt die Stadt vor Probleme. Foto: Stadt Frankfurt/p

Bockenheim (red) – Vandalismus und extreme Verschmutzung sind in den öffentlichen Toiletten der Stadt Frankfurt zunehmend ein Problem. Jüngstes Beispiel ist die Anlage in der U-Bahn-Station Bockenheimer Warte: Sie musste wegen erheblicher Schäden geschlossen werden.

Bis Ende Mai wird sie im Auftrag des Amtes für Bau und Immobilien für rund 60. 000 Euro instandgesetzt.

Die Arbeiten sind dringend nötig, da die Situation in den Toiletten auch unter hygienischen Gesichtspunkten nicht mehr tragbar war. Unter anderem war es nicht mehr möglich, sich die Hände zu waschen, da die Siphons unter den Waschbecken entwendet wurden. Darüber hinaus wurden Trennwände und Drucktaster demoliert und Fliesen zerschlagen.

Leider kein Einzelfall: Die Toilettenanlage am Lokalbahnhof wurde erst 2015 saniert, musste aber zum Jahresende 2019 geschlossen werden, weil sie wiederholt erheblich beschädigt und verschmutzt worden war. Unter anderem wurden Türfüllungen herausgetreten, Scheiben eingeschlagen, Türen aus der Verankerung gerissen, Türklinken abgetreten, Waschbecken abgerissen und zerschlagen, Spiegel zertreten sowie Toilettenrollen, Klobürsten und Seifenspender entwendet. Allein im Jahr 2019 sind Schäden in Höhe von insgesamt rund 25.000 Euro entstanden. Derzeit werden Maßnahmen konzipiert, mit denen Vandalismus in der Toilettenanlage verhindert werden soll. Vorerst wird am Lokalbahnhof ein Angebot mit mobilen Toiletten vorgehalten.

„Wir brauchen neue Lösungsansätze, um zu gewährleisten, dass die öffentlichen Toiletten in einem guten Zustand sind“, sagt Baudezernent Jan Schneider. Entsprechende Vorschläge fließen in das Toilettenkonzept ein, das der Magistrat demnächst den Stadtverordneten vorlegen wird.

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