Die guten Ideen würdigen

Verein BFF lobt Bürger- und Stadtteilpreis aus

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Mathias Mund (von links), Wolfgang Hübner, Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels und Moritz Hunzinger am Stoltze-Brunnen.

Altstadt (jf) – Der Verein Bürger für Frankfurt (BFF) verkündete seine Idee in der Neuen Altstadt. Das hatte seinen Grund: „Wir haben bereits im August 2005 einen Antrag zur Gestaltung des Areals zwischen Dom und Römer gestellt.

Im Herbst 2018 konnte die Neue Altstadt der Öffentlichkeit übergeben werden“, erklärte der Vorsitzende der BFF und Magistratsmitglied Mathias Mund. Der Verein sei stolz, da mitgewirkt zu haben. Das Areal sei zu einem Anziehungspunkt für Frankfurter und Touristen geworden.

Mit dem Bürgerpreis, eine Idee des Unternehmers Moritz Hunzinger, soll nun besonderes ehrenamtliches Engagement für die Stadt gewürdigt werden. „Dafür haben wir unsere Vereinssatzung geändert“, erläuterte Mund. Ein siebenköpfiges Kuratorium, bestehend aus dem ehrenamtlichen Stadtrat der BFF, Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels, dem BFF-Ehrenvorsitzenden Wolfgang Hübner, dem amtierenden Vereinsvorsitzenden Mathias Mund, Pater Georg Fischer vom Deutschen Orden, Moritz Hunzinger als Persönlichkeit des Frankfurter Stadtlebens und einem Vertreter aus den Ortsbeiräten entscheidet über die Preisvergabe.

„Wir rufen die Bürger und Organisationen auf, entweder Einzelpersonen oder Vereine vorzuschlagen. Das ist bis zum 20. September möglich“, sagte Mund. Der Bürgerpreis ist mit 5000 Euro dotiert, darüber hinaus wird ein mit 1000 Euro Preisgeld ausgestatteter Stadtteilpreis vergeben. Die öffentliche Auszeichnungsveranstaltung soll im November stattfinden. Der Stadtteilpreis würdigt Initiativen im Quartier. Beide Preise können auch geteilt und an mehrere Preisträger vergeben werden.

Sicher gebe es bereits städtische Auszeichnungen wie die Bürgermedaille – ein Ehrenpreis ebenfalls für herausragendes Engagement für das Gemeinwohl. „Wir wollen eher die ‚Hidden Heroes’ ehren, jene, die sich engagieren, aber noch nie ausgezeichnet wurden“, bemerkte Wolfgang Hübner.

Die Preisgelder gingen, wie Mund unterstrich, nicht zulasten der Vereinskasse, sondern kämen von Stiftern und Mäzenen. In diesen Tagen wurden Briefe an 5600 Vereine, Organisationen und Initiativen verschickt. Ziel ist es, die Stadtgesellschaft über den Bürger- und den Stadtteilpreis der BFF zu informieren und Vorschläge anzuregen. „Dem Preis muss eine gute Idee für Frankfurt, ein längeres Engagement und ehrenamtliches Wirken zugrunde liegen“, unterstrich Hunzinger. „Wir wollen den Preis unabhängig von parteipolitischen Erwägungen verleihen“, betonte zu Solms-Wildenfels.

Als sich die Herren am Stoltze-Brunnen in der Neuen Altstadt aufstellten, sagte Hunzinger: „Dem Stoltze hätte diese Idee mit dem Bürgerpreis wohl gut gefallen.“ Nachprüfen lässt sich das nicht.

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