Bürgerpreis und Stadtteilpreis gehen in die zweite Runde

BFF verdoppelt die Preisgelder

Hans Joachim Mendig (links) und Mathias Mund gehören zum siebenköpfigen Kuratorium, das über die Preisvergabe entscheidet. Foto: Faure

Frankfurt (jf) – Im vergangenen Jahr hat der Verein Bürger für Frankfurt (BFF) zum ersten Mal einen Bürgerpreis, einen Stadtteilpreis und zudem einen Sonderpreis vergeben. Insgesamt wurden sechs Engagierte und Initiativen für die Stadt geehrt.

„2020 gibt es Neuigkeiten: Hans Joachim Mendig wurde in das siebenköpfige Kuratorium, das über die Bewerbungen und Vorschläge zur Preisvergabe entscheidet, aufgenommen“, erklärte Mathias Mund, Fraktionsvorsitzender der BFF. Außerdem gehören dem Gremium Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels, Wolfgang Hübner, Moritz Hunzinger, Mathias Mund, Pater Georg Fischer und Marc Hense an.

Der 1953 in Bonn geborene und seit 1981 in Frankfurt lebende Hans Joachim Mendig stellte sich kurz vor. Er war als Filmemacher und Drehbuchautor bei verschiedenen Fernsehsendern tätig, produzierte Reihen wie „Ein Fall für zwei“, „Die Kommissarin“, „Der Kriminalist“ und „Der Staatsanwalt“. Von 2016 bis 2019 war er Gründungsgeschäftsführer der Hessen Film und Medien GmbH und verantwortete die Filmförderung des Landes Hessen.

Zurzeit ist er als Berater tätig. „Ich leide mit den Kulturschaffenden in Frankfurt“, äußerte sich Mendig zur aktuellen Situation in der Branche. Auch Mund ging auf die Coronapandemie ein: „Die damit zusammenhängenden Maßnahmen haben gravierende Auswirkungen. Das wird im Herbst noch deutlicher werden.“ Auch aus diesem Grund entschlossen sich die Stifter des Preisgelds – zu Solms-Wildenfels und Hübner – mit dem Kuratorium dafür, die Preisgelder 2020 zu verdoppeln. Damit können in diesem Jahr 10.000 Euro für den Bürgerpreis und 2000 Euro für den Stadtteilpreis bereitgestellt werden. Wieder können die Preise geteilt und an verschiedene zum Wohl der Stadt Engagierte vergeben werden.

„Gerade das Ehrenamt muss in solchen Zeiten hochgehalten werden. Vereine und Kultur sind von der Coronakrise stark betroffen. Aber es sind auch viele Initiativen entstanden. Es zeigte sich, dass ehrenamtliches Engagement einen hohen Stellenwert hat“, bemerkte Mund.

Ähnlich wie 2019 werden nun rund 5300 Vereine angeschrieben und gebeten, sich für die Auszeichnungen mit entsprechenden Begründungen zu bewerben oder Einzelpersonen vorzuschlagen. Außerdem sind alle Frankfurter eingeladen, sich zu beteiligen. Bis spätestens 18. September sollen begründete Vorschläge bei den BFF eingehen. Weitere Informationen finden Interessierte im Internet unter www.bff-frankfurt.de/buergerpreis. Die zweite öffentliche Preisverleihung soll dann im November stattfinden.

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