Zweites Symposium zur psychosozialen Notfallversorgung nach Großschadenslagen

Vom Umgang mit dem Terror

Die Referenten beim zweiten PSNV-Symposium (von links): Claudia Schedlich, Sascha Haun, Ophélie Nachon, Ingeborg Porcar, Justus Münster und Peter Waterstraat. Foto: Gesundheitsamt Frankfurt/p

Frankfurt (red) – Rund 120 Fachleute aus ganz Deutschland sind kürzlich im Gesundheitsamt Frankfurt zum zweiten Symposium zur psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) Frankfurt am Main zusammen gekommen.

Auf dem Programm standen Vorträge und Praxisberichte aus drei Ländern rund um das Thema ‚psychosoziale Notfallversorgung nach Großschadenslagen – Erkenntnisse für die mittel- und langfristige Versorgung’.

Nach der Begrüßung durch Claudius Rees, stellvertretender Leiter der Abteilung Psychiatrie des Gesundheitsamtes Frankfurt, und Peter Waterstraat, Koordinator für PSNV im Gesundheitsamt Frankfurt, gaben Experten aus drei Städten, in denen in der jüngeren Vergangenheit Terroranschläge verübt wurden, Einblicke in den Umgang mit Großschadenslagen und die daraus gezogenen Schlüsse.

Die Psychologin Ophélie Nachon aus Nizza nahm die Versorgung von Kindern in den Fokus. Justus Münster, leitender Notfallseelsorger aus Berlin, berichtete über die (fast) gescheiterte Nachsorge nach dem Terroranschlag am Breitscheidplatz.

Ingeborg Porcar, Leiterin des Krisenzentrums an der Universität Barcelona, berichtete über die Pläne der Stadt vor dem Terroranschlag auf der Rambla und die Interventionen danach.

Ergänzt wurden diese Praxisberichte durch Vorträge zum Thema „Umgang mit Betroffenen an einer Hotline“ und „Mittel- und langfristige psychosoziale Versorgungsbedarfe“.

Während des Symposiums wurde auch ein Positionspapier vorgestellt, an dem Gesundheitsamt-Mitarbeiter Peter Waterstraat maßgeblich beteiligt war. Es behandelt die Rolle des öffentlichen Gesundheitsdienstes in der psychosozialen Notfallversorgung bei Großschadenslagen.

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