Neuer Vorstand leitet nun die entscheidende Realisierungsphase

Trägerverein Deutsches Apfelweinmuseum wählt Vorsitzenden

Thorsten Dorn will mit seinem Trägerverein das Apfelweinmuseum eröffnen. Fotos: Drusche

Frankfurt (jdr/red) – Um den guten Frankfurter Schoppen – Apfelwein aus dem Bembel oder dem Gerippten – dreht sich schon länger ein Plan des Trägervereins Deutsches Apfelweinmuseum: Dieser möchte dem goldenen Getränk einen Ort in Frankfurt widmen, an dem es um seine Geschichte, die Tradition und die damit zusammenhängenden Objekte geht – ein Museum nur für den „Äbbelwoi“.

Nachdem der Römerkeller unter dem Ratskeller in der Altstadt bereits im August als Ort für die Sammlung festgelegt wurde und ein Gastronom für die Lokalität gefunden wurde, wird es nun noch konkreter, denn Thorsten Dorn ist jetzt neuer Vorsitzender des für die Realisierung des Deutschen Apfelweinmuseums verantwortlichen Trägervereins. .

Der in Frankfurt geborene Unternehmer ist vielen Bürgern noch aus seiner Zeit als Wirt des Restaurants „Lorsbacher Thal“ in Sachsenhausen bekannt, aber auch in verantwortlicher Position im Gewerbeverein. Mehrere Jahre präsentierte er den Apfelwein für die Stadt Frankfurt auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin. Kurzum: Dorn ist ein „Stöffsche-Spezialist“.

Die Mitgliederversammlung wählte Ende Oktober außerdem Udo Mann in den Vorstand. Der Architekt und zertifizierte Denkmalschützer hat bislang viele hundert Stunden ehrenamtlich in Planung und Berechnung des

Apfelweinmuseums im Römerkeller investiert, kennt alle Planungsdetails und hat sich bereits in mehreren Korrespondenzen mit Oberbürgermeister Peter Feldmann über mögliche Einsparpotenziale hinsichtlich des erforderlichen Rückbaus im Untergeschoss ausgetauscht.

Mit Ricarda Jo Eidmann wurde eine neue Kraft in den Vorstand gewählt. Die gelernte Verlagskauffrau ist Autorin, Lyrikerin und Chanson-Schreiberin. Die Sachsenhäuserin hat bereits eigene Keltererfahrungen gesammelt und sieht im Apfelwein ein Stück Kulturgut, das besser gepflegt werden sollte.

Der bisherige Sprecher Günter Possmann kandidierte nicht mehr für den Posten. Der Verein würdigte jedoch seine unermüdliche Vorstandsarbeit der vergangenen sieben Jahre seit der Gründung 2012, denn Possmann war ein wesentliches Schwungrad der Museums-Vereine. In seiner Amtszeit kam die Zusage aus dem Baudezernat, dass das Apfelweinmuseum nun in den Römerkeller kommt. Possmann bleibt dem Verein aber erhalten.

Nun tritt der Trägerverein in die dritte und entscheidende Phase seiner Existenz. Waren die ersten Jahre zunächst geprägt vom Aufbau des Vereins und der Entwicklung des Konzepts, so waren die vergangenen Jahre genutzt worden, um mit ausgefeilten Auftritten für ein Deutsches Apfelweinmuseum zu werben, bei Bürgern, aber auch bei der Politik. „Mittlerweile weiß wirklich jeder im Rhein-Main-Gebiet von unserem Vorhaben. Es ist unglaublich, aber wöchentlich trudeln bei uns schon Reservierungen und Gruppen-Buchungen für Restaurant und Museum ein. Da scheint schon große Ungeduld da zu sein“, sagt Dorn.

Im nächsten Schritt müssen Details mit dem Dezernat besprochen werden. Die potenziellen Sponsoren werden nun aktiviert. Gemeinsam mit Museumspädagogen und Museologen werden die Erlebniswelten des geplanten Apfelweinmuseums zudem konkretisiert. Mann: „Seit 2012 hat sich die Welt verändert. Dem wollen wir mit dem überarbeiteten Konzept Rechnung tragen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare