Mehr Sport in der Stadt

Sportkreis lud zur Mitgliederversammlung

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In der Fabriksporthalle organisiert der Sportkreis Formate wie die Info-Messe Sport. In einem Bündnis mit Vereinen engagiert sich der Verband auch für mehr Bewegung im Grünen.

Frankfurt (red) – „Wir leben in aufgeregten Zeiten, vieles befindet sich im Umbruch. Umso wichtiger ist es, dass wir aufeinander zugehen, dass Akteure mit unterschiedlichen Interessen einen vernünftigen Konsens finden“, sagte der Sportkreisvorsitzende Roland Frischkorn zum Auftakt der Mitgliederversammlung.

Rund 100 Gäste waren in den Fritz-Bauer-Saal im Saalbau Gallus gekommen, darunter nicht nur Delegierte der Frankfurter Turn- und Sportvereine, sondern auch Vertreter der Politik. Dass der Interessensausgleich funktioniert, betonten sowohl Frischkorn als auch Sportdezernent Markus Frank, der die Zusammenarbeit lobte. Frischkorns Bericht stand im Zeichen des Sportkreis-Mottos „Starker Sport, Starke Stadt“. Schon lange sei Sport in Frankfurt viel mehr als nur Wettkampfsport. Er habe sich für soziale Themen geöffnet und wirke weit in die Gesellschaft hinein. Angesichts dessen und durch die wachsende Einwohnerzahl steige auch der Bedarf an Sportangeboten und -flächen. Hier gelte es, kreative Lösungen zu finden. Als Beispiel nannte er das „Aktionsbündnis für ein bewegungsfreundliches Frankfurt“. Die gemeinsame Initiative von Sportkreis und Vereinen wirbt für eine verantwortungsvolle Nutzung öffentlicher Grünflächen für Sportangebote. Als weiteren erfolgreichen Schritt zu mehr Bewegung führte Frischkorn die Fechenheimer Fabriksporthalle an, deren Betreuung der Sportkreis im Mai 2017 übernommen hat. Hier haben 2018 im Vergleich zum Vorjahr nicht nur 600 zusätzliche Sportstunden stattgefunden, die Halle sei auch zu einem Treffpunkt im Stadtteil geworden, den das Quartiersmanagement und das Familiengesundheitszentrum nutzen.

Unter den bevorstehenden Veranstaltungen hob Frischkorn das Museumsuferfest hervor, an dem sich der Sportkreis bereits zum 20. Mal mit einem umfangreichen Sportprogramm beteiligen wird. Bereits im Vorfeld macht der Verband bei der Aktion „Mein Main 2019“ mit, bei der das Mainufer gesäubert werden soll. Dies geschehe im Zeichen des Umweltschutzes, sagte Frischkorn und betonte, dass unter den ersten Umweltschützern die wasser-sporttreibenden Vereine gewesen seien. Sie hätten in den 60er- und 70-Jahren dazu beigetragen, den Main, der damals einer Kloake geglichen habe, in ein sauberes Gewässer zu verwandeln.

Auch für die Gesundheit der Bürger spielten die Sportvereine eine immer wichtigere Rolle. Sie seien mittlerweile der „Gesundheitsanbieter Nummer eins“. Er knüpfte damit an den zuvor von Ralf-Rainer Klatt gehaltenen Vortrag an. Der Vizepräsident Sportentwicklung im Landesportbund Hessen hatte über den Beitrag des organisierten Sports in Zeiten eines erhöhten Gesundheitsbewusstseins referiert und gesagt: „Eine Stadt wie Frankfurt muss das Thema Gesundheit aufgreifen und die Potenziale, die der Sport bietet, nutzen.“ Die steigende Bedeutung des Sports schlägt sich auch in den Mitgliederzahlen des Dachverbandes nieder: Im April waren es knapp 240.000. Die Zahl ist kontinuierlich gestiegen.

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