Frankfurt feiert die Partnerschaft zu Granada in Nicaragua

Seit Revolutionstagen befreundet

Zwei Ortsoberhäupter, die sich verstehen: Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann und Granadas Bürgermeisterin Julia de la Cruz Mena Rivera haben Spaß im Kaisersaal. Foto: p

Altstadt (red) – Der Städtefreundschaftsverein Frankfurt und Granada in Nicaragua feiert seinen 30. Geburtstag. Die Stadt Frankfurt hat aus diesem Anlass zu einer Feierstunde am Freitag, 27. September, in den Römer geladen.

Unter den Gästen befand sich erstmals Julia de la Cruz Mena Rivera, Bürgermeisterin der nicaraguanischen Partnerstadt. Oberbürgermeister Peter Feldmann hob die Bedeutung der freundschaftlichen Bande zwischen Frankfurt und der Stadt am Nicaragua-See hervor.

In der Stadt hatten aufgrund der Auseinandersetzung zwischen Opposition und Regierung bürgerkriegsähnliche Zustände geherrscht. Zwischen Frankfurt und dem über 100.000 Einwohner zählenden Granada besteht seit 1989 eine Städtepartnerschaft.

Der Freundschaftsverein hatte deren Zustandekommen unterstützt und füllt sie bis heute mit Leben. Oberbürgermeister Feldmann sagte: „Ich freue mich sehr, dass seit mehreren Jahrzehnten die Kooperation zwischen Frankfurt und Granada gewachsen ist. Hervorgegangen aus der Solidaritätsbewegung im Zuge der Revolution in Nicaragua in den 80er-Jahren, zeigt sie sich heute durch viele Entwicklungsprojekte, die die Stadt Frankfurt in Granada konzipiert und durchgeführt hat. Glücklicherweise erlaubt uns der Partnerschaftsvertrag, eine Reihe humanitärer und entwicklungsfördernder Projekte in Granada unkompliziert umzusetzen.“

Deren Schwerpunkte lagen in den vergangenen Jahren auf Wasser- und Infrastrukturprojekten, dem Ausbau des integrativen Kindergarten- und Vorschulprojekts „Coro des Angeles“, der Renovierung mehrerer Schulen und Sporteinrichtungen, der Unterstützung des Frauenzentrums „Claudia Chamorro“ und der Bibliothek „Manolo Cuadra“, wie auch Projekten aus dem Rettungswesen und dem Katastrophenschutz.

Das Frankfurter Stadtoberhaupt dankte vor allem auch dem Vorsitzenden des Vereins, Reinhold Dallendörfer, der sich seit der ersten Stunde für die Städtepartnerschaft einsetzt. „Ohne sein unermüdliches Engagement hätte sich diese Städtepartnerschaft nicht so aktiv entwickelt. Die Stadt steht hinter Ihnen“, sagte Feldmann.

„Granada und Frankfurt gehören zusammen und sind auf ihre lebendige Partnerschaft sehr stolz“, betonte Bürgermeisterin de la Cruz Mena Rivera, die zum ersten Mal die Mainmetropole besuchte. „Diese besondere kontinentübergreifende Städtefreundschaft drückt sich nicht nur durch die vielfältigen Entwicklungsprojekte aus, von denen Granada sehr profitiert, sondern vor allem auch durch mehrere Bürgerreisen von Frankfurtern nach Granada sowie wechselseitige Besuche auf offizieller Ebene.“

Zuletzt feierten die Städte im Jahr 2016 das 25-jährige Jubiläum ihrer Partnerschaft und der Städtefreundschaftsverein organisierte eine Bürgerreise nach Nicaragua. Eine 2018 abgesagte Reise wird nachgeholt.

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