So sehen Sieger aus

Schüler und Azubis erfolgreich beim Solarrennen

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Die Sieger des Solarrennens posieren stolz mit ihren Urkunden für ein Foto.

Innenstadt (red) – Unter gleißender Sonne wimmelt der Römerberg vor Kindern und Jugendlichen – und alle stehen irgendwie unter Strom. Unter Solar-Strom. Denn zum zwölften Mal treten unter dem Motto „Sonne bewegt!“ Schüler mit ihren Solar-Modellen gegeneinander an.

800 Kinder und Jugendliche haben sich dieses Jahr mit der Antriebstechnik Solarstrom beschäftigt und zeigen nun ihre Ideen von zukunftsfähiger Mobilität in der Stadt. Aus Frankfurt, dem Rhein-Main-Gebiet und aus Fulda gehen 800 Schüler von 15 Grundschulen mit ihren selbst gebauten Solarbooten und von zwölf weiterführenden Schulen mit ihren Solar-Autos ins Rennen. Wer hat das schnellste Fahrzeug, wer die schlaueste Konstruktion, wer das schönste Gefährt? Allein zur Solar-Regatta laufen 300 Boote auf. 240 Autos treten in zwei Rennklassen an. Das Schaurennen der VGF-Azubis läuft abseits des Wettbewerbs. Für die Ausscheidungsrennen wurden Automodell-Rennstrecken und ein eindrucksvolles Wasserbecken errichtet. Die Veranstaltung findet im Kontext des Energiesparprojekts des Stadtschulamtes statt und wird vom Energiereferat der Stadt Frankfurt sowie der Verkehrsgesellschaft Frankfurt mbH unterstützt. Organisiert wird das Solarrennen durch Umweltlernen in Frankfurt.

Auszubildende der VGF beteiligen sich erstmals mit Solarmodellen, die der Beförderung von Vielen dienen könnten. Sie treten in einem Schaurennen gegen die Modelle der Schüler an. Bei strahlender Sonne stellen sich die besonders Technikbegeisterten unter optimalen Bedingungen einer zusätzlichen Herausforderung: Wer es seinem geländegängigen Fahrzeug zutraut, kann es im Fun-Park unter Off-Road-Bedingungen starten lassen. Aufsehenerregende Konstruktionen gibt es wieder im Kreativwettbewerb für andere solar-betriebene Objekte als Autos und Boote zu sehen. Alles ganz im Sinne des Klimaschutzes der Stadt Frankfurt.

Das Frankfurter Solarrennen ist ein Bildungs-Wettbewerb, bei dem Kinder und Jugendliche die Anwendung von Naturwissenschaft im Bereich Solarenergie erleben und erlernen. Damit erwerben sie Kompetenzen für die Zukunft. In Frankfurt ist die „Zukunftstechnik“ Solarmobilität bereits gelebte Gegenwart. Die Schüler-Teams erproben mit ihren Modellfahrzeugen diese Technik im Kleinen. Die Solarmodelle basieren in jeder Rennklasse auf einer einheitlichen Antriebstechnik mit Solarzelle. Der Kreativität der jungen Tüftler ist es überlassen, daraus besonders schnelle Fahrzeuge zu konstruieren. Parallel zu den Rennen findet ein Kreativwettbewerb in beiden Kategorien statt.

Der Geschäftsführer der VGF Thomas Wissgott und der Energiereferatsleiter Paul Fay überreichen die Urkunden an die 17 Besten der verschiedenen Kategorien. „Das Schöne an dem Projekt ist neben dem heutigen Solarrennen die Vorbereitung darauf im Unterricht. Da lernen die Kinder jede Menge zum Thema Energiewende – und wir werden die jungen Experten für die Zukunft der Energiewende brauchen“, sagt Paul Fay vom Energiereferat der Stadt Frankfurt.

Die Frankfurter Sieger beider Fahrzeug-Kategorien sowie aus dem Kreativ-Wettbewerb fahren zum Bundes-Solarrennen am 7. September nach Bremen, um bei der zehnten Deutschen Meisterschaft der Solar-Modellfahrzeuge gegen die Gewinner der übrigen Regionalrennen von Schulen anzutreten. Monika Krocke, Projektleiterin vom Umweltlernen in Frankfurt, ist begeistert: „Die Chancen stehen gut. Wir haben heute superschnelle Flitzer auf den Bahnen gesehen“, freut sie sich. „Von vielen Schulen sind junge Expertinnen und Experten für Solarmobilität am Start. Im zwölften Durchgang merkt man schon, dass Erfahrungen weitergegeben wurden und sich Können entwickelt hat.“ Sie lächelt zuversichtlich, denn „auf Bundesebene standen schon Einige aus Frankfurt auf dem Siegertreppchen!“

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