Von Blüten und Bestäubern im Palmengarten

Rohbau des Blüten- und Schmetterlingshauses steht

Der Rohbau des Schmetterlingshauses steht. In den nächsten Monaten folgt der Innenausbau. Foto: Palmengarten/p

Westend (red) – Das Blüten- und Schmetterlingshaus im Palmengarten nimmt Gestalt an.

Rosemarie Heilig, Dezernentin für Umwelt und Frauen, Katja Heubach, Direktorin des Palmengartens, und Roland Effgen, verantwortlicher Architekt des Wiesbadener Büros „Kissler + Effgen“, haben den Rohbau vorgestellt.

Seit Beginn dieses Jahres ist auf dem Gelände des ehemaligen Blütenhauses mit angeschlossener Gärtnerei ein rund 800 Quadratmeter großes Ensemble aus Glashäusern entstanden. Im Warmhaus können die Besucher künftig zwischen tropischen Pflanzen und freifliegenden Schmetterlingen wie Bananenfaltern, Weißen Baumnymphen, Himmels- und Atlasfaltern umhergehen. An der Puppenstation lässt sich die Metamorphose eines Schmetterlings von der Puppe zum Falter beobachten. Für das benachbarte Kalthaus konzipiert der Palmengarten eine Infoausstellung mit dem Schwerpunktthema Blütenökologie. An das Schauhaus schließen sich Gewächshäuser für die Gärtnerei an. In den kommenden Monaten beginnt die Innengestaltung des Gebäudes. Anfang 2021 soll das Blüten- und Schmetterlingshaus eröffnet werden.

„Pünktlich zu seinem 150-jährigen Bestehen 2021 wird der Palmengarten seinen Besuchern mit dem Blüten- und Schmetterlingshaus eine neue Attraktion bieten. Und für ein Thema sensibilisieren, das wichtiger denn je ist: Die Bedeutung von Insekten für unsere Umwelt, für Landwirtschaft und Nahrungsmittelversorgung“, sagt Heilig. „Wir alle wissen, dass die Anzahl von Bienen, Hummeln, Faltern und diversen anderen Insekten zurückgeht. Das ist besorgniserregend. Denn dieser Schwund bedeutet, dass unser Ökosystem ernsthaft in Gefahr ist. Wir alle sind aufgerufen, umzudenken, unsere Gärten, Parks und Felder wieder insektenfreundlich zu gestalten. Im Blüten- und Schmetterlingshaus und überhaupt im ganzen Palmengarten erfahren die Besucher, wie dies gelingen kann.“

Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf acht Millionen Euro. 2,5 Millionen Euro trägt die Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten, 5,5 Millionen die Stadt Frankfurt. Von städtischer Seite begleitet das Amt für Bau und Immobilien (ABI) das Bauvorhaben während aller Projektphasen - von der Vorbereitung und der Auslobung des Wettbewerbes bis hin zur Betreuung aller Gewerke.

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