The Exploited sorgen für kernige Stimmung

Punk und Pogo im Klub „Das Bett“

The Exploited rocken das Bett im Gallus: In dem ausverkauften Klub haben die Punk-Legenden das Publikum mit Hits wie „Fuck the System“ zum Tanzen und Grölen gebracht. Fotos: Drusche

Gallus (jdr) – Vor der Tür des Klubs „Das Bett“ steht eine lange Schlange. Die Menschen gekleidet in Kutten mit Nieten und Aufnähern, auf dem Kopf bunte Irokesenschnitte, in der Hand haben die meisten ein schönes Bierchen.

Das gehört zu einem solchen Konzert ja auch irgendwie dazu. Und alle wollen noch rein in die Halle, denn dort treten die Punk-Legenden von The Exploited aus Schottland auf.

Bunt und ausgelassen tanzt das Publikum im ausverkauften Bett bereits zur Vorgruppe „Rawside“ aus Coburg ab, die eine Mischung aus Hardcore und Punkmusik zum Besten gibt. Als Sänger Henne „Nieder mit dem Faschopack“ anstimmt, grölen alle mit. Man ist sich einig: Die Fans von The Exploited halten verbal zusammen – gegen Rechte und Rassisten. Dazu wird natürlich ordentlich Pogo getanzt, gehüpft und gesungen. Und wenn jemand ausrutscht, fangen oder heben ihn die anderen wieder auf. Und bei uns in Frankfurt erklingt „Oi oi, Äppelwoi“ aus der Menge. „Das hab ich ja noch nie gehört!“, freut sich Sänger Henne.

Als dann schließlich der Hauptakt die Bühne betritt, ist der Jubel noch größer. Exploited-Sänger Wattie Buchan – er tritt schon seit fast 40 Jahren als Sänger seiner Punkband vor den jubelnden Massen auf – betritt oberkörperfrei, gepierct und tätowiert, mit rotem Iro die Bühne. Rotzig und schnell grölt der 62-Jährige ins Mikrofon. Die Fans jubeln, pogen, hüpfen. Fast jedem Lied geht ein „Fuckin’“ oder „Shit“ voraus. Ob die USA oder das System, alle können Buchan, seine Band und auch das Publikum mal kreuzweise. Besonders bei dem Song „Fuck the System“ geht es in der Moshpit rund.

Beim obligatorischen „Sex and Violence“ dürfen die Fans dann mit auf die Bühne. Und auch ins Mikro singen sie, das ihnen der Exploited-Frontmann selbst vor die Nase hält. Stagediving und Crowdsurfing inklusive. Und das Publikum passt gegenseitig aufeinander auf, auch beim Hüpfen von der Bühne – so, wie es sich eben bei echten Punks gehört! Denn: „Punks not dead!“

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