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Christliche Kirchen wählen neuen Vorstand

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Der Vorstand (von links): Annegreth Schilling, Tim van de Griend und Christopher Weber.

Frankfurt (red) – Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Frankfurt hat einen neuen Vorstand gewählt: Neuer Vorsitzender ist Pfarrer Tim van de Griend, Französisch-reformierte Gemeinde und Evangelische Bethlehemgemeinde, für die Stellvertretung wurden Pfarrer Christopher Weber, Alt-Katholische Gemeinde, und Pfarrerin Annegreth Schilling auserkoren.

Sie lösen den bisherigen Vorstand ab, der aus Prodekanin Ursula Schoen, Evangelische Kirche Frankfurt und Offenbach, Brigitta Sassin, Katholische Stadtkirche Frankfurt, und Uwe Saßnowski, Evangelisch-Methodistische Kirche, bestand. Vor gut zehn Jahren, im Juni 2008, wurde die ACK Frankfurt gegründet, seitdem ist sie mit 13 Mitgliedern repräsentatives Organ und Forum der christlichen Kirchen und Gemeinden dieser Stadt. Neben der evangelischen und der katholischen Kirche gehören zu der Arbeitsgemeinschaft auch die Alt-Katholische Kirche, die Anglikanische Kirche, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Frankfurt, die Evangelisch-methodistische Kirche, die Griechisch-Orthodoxe Kirche, die Koptisch-Orthodoxe-Kirche, die Mennonitengemeinde Frankfurt, die schwedische Kirche Frankfurt und die Selbstständige Evangelisch-Lutherische Kirche. Außerdem ist der „Internationale Konvent christlicher Gemeinden Rhein-Main“ Mitglied der Arbeitsgemeinschaft. Als Gäste sind die Freie Evangelische Gemeinde, die Evangelische Allianz, die Kirche des Nazareners sowie die Neuapostolische Kirche in der ACK regelmäßig vertreten.

Dem neuen Vorsitzenden, in den Niederlanden geboren, mit einer Italienerin verheiratet, ist es ein Anliegen, „die Internationalität noch mehr hervorzuheben“, zugleich möchte der 38-jährige die „Ökumene in den Stadtteilen stärken“. Dankbar blickt er auf die Aufbauarbeit, die die bisherige Vorsitzende geleistet hat. Die evangelische Theologin habe in der vergangenen Dekade maßgeblich zur Etablierung des Bündnisses beigetragen. Anknüpfen will van de Griend auch an den Schwerpunkt „Beziehungsarbeit“: „Darauf kommt es an, denn nur mit kleinen Schritten, erreichen wir Größeres.“ Gemeinsamkeiten will der neue Frankfurter ACK-Vorsitzende betonen – vor allem den Gedanken, bei aller Unterschiedlichkeit, gemeinsam in der Nachfolge Jesu zu agieren. Ein Ansatz, den auch Schilling so benennt. Alle drei betonen, wie wichtig es ihnen ist, in der Großstadt Frankfurt eine Plattform miteinander zu haben.

Christopher Weber von der Alt-Katholischen Gemeinde sagt zu seinem Engagement in der ACK: „Durch meine Mitarbeit im Vorstand möchte ich das Bewusstsein stärken, dass Ökumene vielfältig und bunt ist. Gerade kleine Kirchen sind mit theologischen und pastoralen Impulsen eine Bereicherung für das geschwisterliche Miteinander christlicher Kirchen.“ Der Theologe und Sozialarbeiter erwähnt, dass die Alt-Katholiken schon seit 1931 mit den Anglikanischen Kirchen volle Kirchengemeinschaft pflegen und seit 2016 auch mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Schweden.

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