Mahnwache auf dem Paulsplatz

Nach Anschlag in Hanau: Frankfurter setzen ein Zeichen gegen Rassismus

+
Rund 5000 Menschen kamen zur Mahnwache auf den Paulsplatz und gedachten der Ermordeten in Hanau.

In ganz Hessen ist bei Mahnwachen der Opfer gedacht worden, die in Hanau ermordet wurden. In Frankfurt kamen rund 5000 Menschen auf den Paulsplatz, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte zu der Veranstaltung eingeladen.

Altstadt – „Wir wollen unser Entsetzen über die rassistische Tat und unser Mitgefühl für die Angehörigen und Freunde der Opfer zum Ausdruck bringen“, sagte Philipp Jacks vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Die Liste der Redner war lang. 

Rund 5000 Menschen kamen zur Mahnwache auf den Paulsplatz und gedachten der Ermordeten in Hanau. Fotos: Hagemann

 Angeführt wurde sie von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Einig waren sich alle Sprecher darin, dass der Anschlag in Hanau, bei dem der mutmaßliche Täter neun Menschen mit Migrationshintergrund sowie seine Mutter und schließlich sich selbst erschossen hat, nicht die Tat eines „wirren Einzeltäters“ sei – diese Aussage würde die Morde verharmlosen. 

Rund 5000 Menschen kamen zur Mahnwache auf den Paulsplatz und gedachten der Ermordeten in Hanau. Fotos: Hagemann

Vielmehr sei Rassismus ein gesellschaftliches Problem. Politik, Wirtschaft sowie jeder einzelne müsse sich für die Bekämpfung antidemokratischer und menschenverachtender Ansichten einsetzen, lauteten die Appelle.

Zum Schluss der Mahnwache legten viele Blumen und Kerzen am Einheitsdenkmal vor der Paulskirche nieder.

(sh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare