Frankfurter verraten Lieblingsplatz in der Stadt

„Meine schönste Ecke“ - Eberhard Bacher

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Eberhard Bacher mag die Anlegestelle der Höchster-Fähre.

Frankfurt (red) – Sie sind Frankfurter und kennen sich aus: Kein Wunder, dass jeder seinen Lieblingsplatz hat. In „Meine schönste Ecke“ stellen sie ihren vor.

Rentner Eberhard Bacher wohnt in Niederrad: „Eine schöne Wohngegend, wenn der Fluglärm nicht wäre. Deshalb fahre ich gern mit dem Rad zum Anlegeplatz der Höchster Main-Fähre. Die Schwanheimer-Felder sind erlebenswert. Die Vegetation ist eine Offenbarung der Natur. Dazu gehören auch die Schwanheimer-Dünen. Mein Ziel ist eine Bank am Mainufer. Mein Blick auf die andere Mainseite weckt Erinnerungen, denn ich bin in Höchst geboren und wir haben dort lange gelebt. Ich sehe das Schloss, die alte Stadtmauer und den Bolongaro-Palast. Wo heute der „Höchster Hof“ steht, stand früher das Restaurant meines Großvaters. Hier fanden nach dem Krieg Tanzveranstaltungen statt. Da hörte ich als Neunjähriger zum ersten Mal Jazz. Mein Vater, der in der Kapelle mitspielte, stellte um auf Boogie Boogie und Swing. Im Bolongaro-Palast lernte ich Klavier spielen. Ich erinnere mich an die Kinos mit den ersten Western. Es gab Fahrrad-Geschäfte mit Rennrädern. Wir Kinder drückten uns die Nasen platt an den Ausstellungsfenstern. Ich blicke mit einer gewissen Sehnsucht in die Vergangenheit und unterhalte mich oft mit netten Menschen auf der Bank. Es ist eine Zeit der Besinnung und Begegnung.“
Die Redaktion freut sich immer über „schönste Ecken“ der Frankfurter mit einem Foto des Lesers, die Sie per E-Mail an redaktion@frankfurter-wochenblatt.de schicken können.

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