71. Buchmesse in Frankfurt

Mehr als nur Literatur

Lokale Autoren wie Gerd Fischer (links) aus Frankfurt und der Offenbacher Thorsten Fiedler präsentierten ihre Werke in den Messehallen.

Gallus (oh) – Fünf Tage lang haben rund 7500 Aussteller aus mehr als 100 Ländern rund 300. 000 Menschen in die Messehallen gelockt. Das diesjährige Ehrengastland war Norwegen.

Unter dem Motto „Der Traum in uns“, das von dem norwegischen Dichter Olav Hauge stammt, präsentierte sich das Land in Frankfurt. 510 norwegische Bücher sind in Deutschland in diesem Jahr veröffentlicht worden. Als Botschafterin für Norwegens Literatur kam Kronprinzessin Mette-Marit samt Gatte Haakon in die Mainmetropole gereist. Doch die beiden waren nicht die einzigen Prominenten, die das Literatur-Spektakel besuchten. Unter anderem Thomas Gottschalk, der im September sein neues Buch „Herbstbunt“ veröffentlichte und auch Basketballsuperstar Dirk Nowitzki (Biografie: The Great Nowitzki“) schauten vorbei.

Dabei nutzen viele Promis die Bühne, um auf politische Missstände aufmerksam zu machen. So sprach die aktuelle polnische Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk auf der Buchmesse und prangerte unter anderem die politischen Zustände in ihrem Heimatland an. Und der britische Bestseller-Autor Ken Follet präsentierte seine Aktion „Tue Friendship Tour“. Damit wolle er ein Zeichen gegen den Brexit setzen. Aber natürlich ging´s in den fünf Tagen für die meisten Besucher hauptsächlich um eine der beliebtesten Freizeit-Beschäftigungen: Lesen. Von spannenden Kriminalromanen über die neuesten Science-Fiction-Erzählungen bis zu Lebensratgebern, Kochbüchern oder Biografien dürfte jedes noch so kleine literarische Nischen-Interesse abgedeckt worden sein. Dazu konnten die Fans mit ihren Autoren persönlich sprechen und sich Widmungen auf ihren Lieblingsbüchern ergattern.

Bemerkenswert war, dass selbst auf der Buchmesse das Thema „Virtuelle Realität“ auffällig großen Raum einnahm. Ein komplett neues Areal widmete sich dem auf fast 800 Quadratmetern. So sahen die Besucher dort eine um die Ecke laufende Riesenleinwand mit 3-D-Filmen und eine animierte historische Karte aus dem alten China. Durch die VR-Brille zeigte ein Verlag etwa, wie ein Fan in die Entstehungsgeschichte seines Lieblingsbildes eintauchen kann.

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