DAM ruft zur Gestaltung des nördlichen Mainufers auf

Das Mainufer wird „Deinufer“

Der Bastelbogen kann ausgedruckt, gefaltet und gestaltet werden. Foto: Yuciyu/Stadt Frankfurt/p

Frankfurt (red) – Das nördliche Mainufer hat sich in den vergangenen Wochen zu einer innerstädtischen Flaniermeile entwickelt.

Zahlreiche Bürger fordern, dass der Mainkai dauerhaft für den Autoverkehr gesperrt und zu einem attraktiven Raum für Fußgänger und Radfahrer umgestaltet wird. Die Frage, wie dieser innerstädtische Raum künftig aussehen könnte, wird kontrovers diskutiert. Um die laufende politische Debatte über das weitere Vorgehen mit Nutzungs- und Gestaltungsideen von Frankfurter Bürgern anzureichern, führt das Deutsche Architekturmuseum (DAM) mit den Initiatoren Crossboundaries und Yuciyu sowie der Heussenstamm-Stiftung und unterstützt durch das Planungsdezernat die Aktion „Deinufer“ durch.

Planungsdezernent Mike Josef sagt dazu: „Ein umgestaltetes Mainufer ist für mich die logische Weiterentwicklung der Altstadt. Wenn wir den Autoverkehr rausnehmen, können wir am Mainkai einen neuen öffentlichen Raum schaffen, der die gesamte Innenstadt bereichert. Die Aktion ‚Deinufer’ ist eine konkrete Plattform, um darüber zu reden, wie das Mainufer künftig aussehen kann. Viele europäische Großstädte gehen einen ähnlichen Weg wie wir. Wer von autofreier oder autoarmer Innenstadt spricht, muss auch zeigen, was er damit meint. Die Forderung nach Gesamtverkehrsplänen nimmt nicht die Entscheidung, konkrete Ziele zu formulieren und diese auch umzusetzen. Wir brauchen Impulsprojekte, die konkret erlebbar sind und zeigen, was geht. Das nördliche Mainufer zeigt das.“

Andrea Jürges, stellvertretende Direktorin des DAM, fügt hinzu: „Wir vom Deutschen Architekturmuseum freuen uns, dass wir die Aktion ‚Deinufer’ gemeinsam mit den Initiatoren Crossboundaries und Yuciyu, der Heussenstamm-Stiftung und dem Planungsdezernat durchführen können. Wir hoffen, dass der Bastelbogen viele zur Teilnahme inspiriert, sodass wir zuerst in der Heussenstamm-Stiftung in der Braubachstraße – mit Blick auf das Mainufer – und später im Herbst bei uns eine große Vielfalt an Ideen zeigen und auszeichnen können.“

Ein Bastelbogen für ein Modell des Mainufers und eine Aktion vor Ort dienen als Ausgangspunkt für eigene Ideen der Bürger. Der Bastelbogen im A2-Format ist mit einfachsten Mitteln zu einem Modell zu falten; kann aber auch als plane Grundlage für Ideenskizzen dienen.

Der Bastelbogen wird vor Ort bei Workshops, im DAM, in der Heussenstamm-Stiftung und im Historischen Museum sowie online als Download zur Verfügung gestellt. Er kann von allen Interessierten – unabhängig von Workshops – gestaltet und beim DAM bis zum 1. September eingereicht werden.

Die Aktion ist am Samstag am nördlichen Mainufer gestartet: Mehrere großformatige „Deinufer“ luden auf dem Mainkai neben dem Eisernen Steg zum Gestalten ein. Mit Kreide konnten alle ihre Ideen vor Ort aufmalen. Die Ergebnisse werden vor Ort dokumentiert und werden Teil der Ausstellungen in der Heussenstamm-Stiftung, die bis 13. Juli und im Herbst im DAM zu sehen ist.

Ein Wettbewerb wird unter den eingereichten Beiträgen ausgelobt, als erster Preis wird das neu entwickelte DAM-Vogelhaus vergeben. Das Vogelhaus wird für die kommende Ausstellung „Einfach Grün“ produziert, die im November im DAM eröffnet. An weiteren Terminen können Bürger ihre Ideen bei Workshops im Heussenstamm einbringen (5. Juli, 12. Juli, jeweils von 14 bis 18 Uhr). Erste Ideen werden auch bis zum 13. Juli dort ausgestellt werden. Die Mal-Aktion am Mainkai sowie alle Workshops in der Heussenstamm-Stiftung sind kostenfrei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare