Bunter Trubel am Wasser: Volksfest vom 2. bis 5. August

Das Mainfest lockt mit Rummel an den Fluss

Stände, Imbiss und Karussells: Beim Mainfest ist für jeden etwas dabei.

Mainufer (jdr/red) – Bei angenehmer Brise am Mainufer Spaß haben, Eis, Bratwurst oder Popcorn schnabulieren, eine Runde auf einem Karussell drehen: Das ist von Freitag, 2. , bis Montag, 5. August, beim Mainfest möglich.

Am Mainkai und Römerberg geht es von Freitag bis Samstag, je zwischen zwölf und ein Uhr nachts, sowie am Sonntag und Montag von zwölf bis 24 Uhr rund. Los geht’s am Freitag mit der Eröffnung am Gerechtigkeitsbrunnen. Dieser wird dafür zum Weinbrunnen. Weiter geht es mit Live-Musik auf dem Römer. Das Volksfest bietet Fahrgeschäfte, Verlosungs- und Schießstände sowie Karussells.

Auf der Bühne am Römerberg spielen am Freitag die „Old Beer Devilz“ zwischen 19.30 und 23.30 Uhr. Die Trachtenkapelle Breitenbrunn tritt am Samstag von 15 bis 18 Uhr auf, ab 20 Uhr stehen „Is´Was“ auf der Bühne. Weiter geht’s am Sonntag zwischen 15 und 18 Uhr mit der Trachtenkapelle Bergen-Enkheim, ab 20 Uhr wird „Bailey“ zu sehen sein. Zum Abschluss am Montag spielen „Astrein80“ zwischen 19 und 23.30 Uhr.

Das Fischerstechen des Schaustellerverbands und der Fischer- und Schifferzunft findet am Sonntag ab 16 Uhr statt. Es handelt sich um einen alten Fischerbrauch, der am Mainufer der Stadtseite am Eisernen Steg abgehalten wird. Im Mittelalter ist das Mainfest als Fischerfest gegründet worden. Ursprünglich war das Fischerstechen ein Wettkampf zwischen den Fischern um die besten Plätze auf dem Fischmarkt. Heute ist es ein Schaukampf zur Unterhaltung.

Es stellt einen Wettkampf zwischen zwei Mannschaften dar, die auf (Ruder-)Booten gegeneinander antreten. Ziel ist es in der Regel, die Mitglieder der anderen Mannschaften mithilfe eines Speers von ihren Booten ins Wasser zu stoßen.

Als Ursprung des Mainfestes gilt die Weihe der Dreikönigskirche am 23. Juli 1340, aus der Fischer und Schiffer ihr Fischerfest ableiteten. Mit diesem Fest dankten und huldigten sie „ihrem Fluss und seinen Gaben“. Sie feierten mit „Ochs am Spieß“, ließen Wein aus dem Gerechtigkeitsbrunnen fließen und erfreuten sich an der Volksbelustigung. Passionsspiele, die Schüler in „Himmelreich-Hütten“ aufführten, Gänserupfen, Entenfangen der Fischer, Böllerschießen, Weinfontänen, Illuminationen und Feuerwerke, farbenprächtige Korsofahrten in Vierer- und Sechserzügen am Mainufer entlang dienten der Belustigung. Anlässlich der Einweihung der neuen „Alte Brücke“ erinnerte man sich der alten Mainfeste und veranstaltete wieder jährlich ein Volksfest am Main. Unterbrochen durch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs setzte der damalige Oberbürgermeister Walter Kolb die Tradition wieder fort. Einen weiteren Einschnitt forderten Baumaßnahmen, die das Mainfest für kurze Zeit an den Ostpark verbannten. Aus dem dortigen Exil kehrte es 1973 an Römerberg und Mainufer zurück und konnte ein sensationelles Comeback feiern, das bis zur heutigen Zeit anhält.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare