Elftes Lesefest Open Books vom 15. bis 19. Oktober im Herzen der Stadt

172 Lesungen mit 240 Autoren

Programmleiterin Sonja Vandenrath stellt das Lesefest Open Books vor. Foto: Faure

Innenstadt (jf) – Seit 2009 gibt es das Lesefest Open Books während der Buchmesse rund um den Römerberg. Kulturdezernentin Ina Hartwig unterstrich: „Mit mehr als 170 Veranstaltungen des elften Lesefestes bekennt sich Frankfurt zum Buch.

“ Die Branche stehe unter bemerkbarem Druck, deshalb ist Open Books eine wichtige Plattform für 94 Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und seit Jahren ein Publikumsmagnet. Mit fünf Orten in der Neuen Altstadt sind es 13 Häuser, in denen über Literatur gesprochen wird. Jede Veranstaltung wird von einem Büchertisch begleitet.

„Der Ehrengast Norwegen präsentiert sich über die Buchmesse hinaus mit Ausstellungen und Lesungen. Das ist auch ein Geschenk an die Stadt“, hob Hartwig hervor. Programmleiterin Sonja Vandenrath: „Die Nachfrage der Verlage ist gestiegen. Deshalb freuen wir uns über die neuen Räume in der Neuen Altstadt.“ Das Haus zum Esslinger oder Haus der Tante Melber beispielsweise bot den Eltern Goethes mit den Kindern Johann Wolfgang und Cornelia ab 1755 für zwei Jahre Unterschlupf bei der Schwester von Catharina Elisabeth Goethe, als das Haus im Großen Hirschgraben umgebaut wurde.

Open Books beginnt am Dienstag, 15. Oktober, mit dem „Blauen Sofa“ in der Deutschen Nationalbibliothek. An zwei Tagen heißt es Literatur im Römer. Für Lyrik ist der Frankfurter Salon ein guter Platz. Dort findet am Messesamstag die musikalische Lyriknacht „Teil der Bewegung statt“. Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des Verlags „Schöffling & Co“ werden am Messemittwoch ab 20 Uhr im Ratskeller im Römer Schöffling-Autoren aus den Werken ihrer liebsten Kollegen lesen.

Im Gemeindehaus der St. Paulsgemeinde, ebenfalls ein neuer Veranstaltungsort, wird ein Slow Reading Room eingerichtet. Am Samstag und Sonntag gibt es im dritten Jahr „Open Books Kids“ für Kinder ab vier Jahren im Historischen Museum. Auch der Literaturbahnhof – seit 2017 umgezogen in das Haus des Buches – ist mit Lesungen, Gesprächen und der Gastlandstunde Norwegen präsent. Bereits am Sonntag, 13. Oktober, gibt es um elf Uhr im Haus am Dom die LiteraturLounge mit einer Einführung in die Literaturgeschichte Norwegens. Halldór Gumundsson, Projektleiter des norwegischen Gastlandauftritts und bereits von der Buchmesse 2011 mit Island als Ehrengast bekannt, wies auf die gute Kooperation mit Frankfurt hin: „Wir wurden mit offenen Armen empfangen.“

Ganz neu und deshalb nicht mehr in die Programmhefte gekommen sind zwei Veranstaltungen mit den Fußballnationalmannschaften von Norwegen und Deutschland: Am Freitag, 18. Oktober, wird es auf dem Platz der SG Bornheim ein Spiel zwischen Mitgliedern beider Teams geben, am Tag darauf ist um 18 Uhr in der Evangelischen Akademie auf dem Römerberg eine Lesung von schreibenden Fußballspielern geplant. „Ich denke, dass Jan Age Fjørtoft, der ist in Frankfurt sicher kein Unbekannter, denn er spielte von 1998 bis 2001 bei der Eintracht, ebenfalls kommen wird“, bemerkte Gumundsson.

Das gesamte Programm gibt’s im Internet auf www.openbooks-frankfurt.de.

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