Leiterin des Täter-Opfer-Ausgleichs geht nach fast 30 Jahren in den Ruhestand

Versöhnen statt Strafen

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Birgit Steinhilber geht in den Ruhestand. Foto: Naderi/p

Frankfurt (red) – Birgit Steinhilber, Leiterin der Vermittlungsstellen für Täter-Opfer-Ausgleich im Evangelischen Regionalverband Frankfurt und Offenbach, geht in den Ruhestand.

Mit ihrer Beratungs- und Leitungsarbeit engagierte sie sich fast 30 Jahre für die Versöhnung von Tätern und Opfern von Straftaten.

Der Täter-Opfer-Ausgleich bietet in enger Zusammenarbeit mit Gerichten und Staatsanwaltschaften Geschädigten und Beschuldigten Unterstützung bei der außergerichtlichen Aufarbeitung von Straftaten. Im Februar 1991 wurde die Sozialarbeiterin und Mediatorin mit dem Aufbau des neuen Projekts „Täter-Opfer-Ausgleich“ (TOA) in Frankfurt beauftragt. Im Jahr 1999 übernahm sie die Leitung der Einrichtung und war von 2008 an maßgeblich an der konzeptionellen Entwicklung der Häuser des Jugendrechts beteiligt. Seit 2003 engagierte sich Steinhilber als Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft TOA Hessen sowie als Vertreterin des Landes in der Bundesarbeitsgemeinschaft TOA.

„Menschen mit Vorbehalten und Ängsten an einen Tisch bringen und sehen, wie diese im besten Fall erleichtert und befreit den Raum verlassen – das ist ein einmaliges Gefühl“, fasst Birgit Steinhilber ihre Motivation als Mediatorin im TOA zusammen. Haben die Beschuldigten am Ende begriffen, was den Geschädigten durch die Tat angetan wurde, sei das beachtlich.

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